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» Ostalbkreis | Donnerstag, 20. August 2009

Werner Jekel ist seit 1996 Schechinger Bürgermeister

Er ist Schlossherr und tauchte sogar schon einmal hoch zu Ross vor seinem Arbeitsplatz auf. Seit 13 Jahren ist Werner Jekel Bürgermeister von Schechingen. Heute feiert er seinen 50. Geburtstag. Von Manfred Laduch

SCHECHINGEN. In den 90er-​Jahren des vorigen Jahrhunderts war die Stadtverwaltung von Schwäbisch Gmünd häufig Ursprung von Bürgermeister-​Kandidaten für das Umland. Jochen Renner, Rosalinde Kottmann und eben auch Werner Jekel strebten erfolgreich aus dem Rathaus der Stauferstadt auf einen eigenen Chefsessel. Wobei Jekel zwei Anläufe nahm: In seiner Heimatgemeinde Spraitbach scheiterte er an dem meist unumstößlichen Grundsatz, dass der „Prophet im eigenen Lande“ schlechte Chancen hat.
Nach dem Abitur am Parler-​Gymnasium und seinem Grundwehrdienst begann Jekel 1980 die Ausbildung im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst bei der Stadt. Den Ausbildungsabschnitt „Untere Verwaltungsbehörde“ absolvierte er beim Landratsamt Ostalbkreis. Anschließend studierte er an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Stuttgart, wo er 1984 das Staatsexamen zum Diplom-​Verwaltungswirt (FH) ablegte.
Öffentlich kannte man ihn damals auch als engagierten Volleyballer – aktiv zunächst bei der DJK Gmünd und später auch Trainer und Abteilungsleiter beim FC Spraitbach.
Nach der Wahl schritt der neue Schultes frisch zur Tat. In den acht Jahren seiner ersten Amtszeit konnten zusätzliche Betriebe angesiedelt werden. Leinweiler erhielt Anschluss an die Kläranlage. Die Straße nach Göggingen wurde mit Radweg ausgebaut. Die Schulwegsicherheit wurde ebenso verbessert, wie die Seniorenarbeit. Hier ist Werner Jekels Ehefrau Iris, mit der er drei Kinder hat, sehr aktiv.
Und auch die zweite Amtsperiode, in die ihn die Schechinger 2004 mit großer Mehrheit wählten, hat schon ihren Höhepunkt: Die Einweihung der sanierten und erweiterten Gemeindehalle. Für das Freibad, das einerseits als attraktives Stück Infrastruktur viele Besucher nach Schechingen bringt, andererseits aber dem Gemeindehaushalt Erhebliches abverlangt, wurde ein Förderverein gegründet.
Die Interessen seiner Bürger und des Landkreises vertritt er Schultes seit einigen Jahren im Ostalb-​Kreistag.
Stolz ist Jekel auf die große Tradition ehrenamtlichen Engagements in Schechingen. Schönstes Beispiel dafür ist wohl der alljährlich großartig geschmückte Osterbrunnen, der sogar ganze Busladungen Interessierter anzieht.
Auch das Theaterspiel hat eine große Tradition in Schechingen. Und in diesem Zusammenhang kam es auch zu der Reiter-​Szene: Beim Freilichttheater „Heilige und Sünder“ vor dem Schechinger Rathaus brillierten Bürgermeister Werner Jekel und seine Frau als gräfliches Paar hoch zu Roß und der vom Publikum vielbegrinsten Anrede „meine liebe Schechinger Untertanen“.
Gestern Abend richtete Jekel für Freunde, Rathaus-​Belegschaft und Gemeinderat ein Fest im „Afrika“ aus. Heute hat er Urlaub.
 

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