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» Schwäbisch Gmünd | Sonntag, 23. August 2009

Cessna und Helikopter prallten im Landeanflug während des Flugplatzfestes in Ellwangen-​Erpfental zusammen

Während eines Flugplatzfestes stießen gestern nachmittag bei Ellwangen ein Hubschrauber und ein Kleinflugzeug in der Luft zusammen. Die vier Insassen des Hubschraubers kamen dabei ums Leben. Der Pilot des Flugzeugs wurde schwer verletzt. Von Reinhard Wagenblast

OSTALBKREIS. Die Fliegergruppe Ellwangen veranstaltete am Sonntag ihr Flugplatzfest auf dem Flugplatz Erpfental zwischen Röhlingen und Pfahlheim, bei dem etwa 1000 Besucher gezählt wurden. Zum Programm gehörten Rundflüge. Dabei kam es gegen 15.20 Uhr zu dem schweren Unglück nordwestlich der knapp 800 Meter langen Graspiste, auf der sonst überwiegend die Segelflugzeuge der Fliegergruppe starten und landen. Ein Besucher berichtete, der Hubschrauber und das Kleinflugzeug seien sich sehr nahe gekommen. Kurz nachdem er sie aus den Augen verloren habe, habe er einen Explosionsknall gehört. Danach sahen auch die übrigen Festbesucher eine schwarze Rauchwolke aufsteigen.
Nach Angaben der Ostalb-​Polizeidirektion befanden sich beide Maschinen wohl im Landeanflug und stießen in relativ geringer Höhe zusammen. Während der Hubschrauber senkrecht nach unten stürzte und beim Aufprall etwa 500 Meter entfernt vom Rand der Piste in Flammen aufging, flog die beschädigte Cessna steuerungsunfähig im Gleitflug noch weiter und setzte hart zu Beginn der Landebahn auf. Sie bohrte sich mit dem Motor in den Boden.
Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine Cessna 172 aus Nördlingen, der Hubschrauber vom Typ Robinson R 44 mit vier Sitzplätzen stammte aus Weiden in der Oberpfalz. Der Flugbetrieb beider Maschinen stand im Zusammenhang mit dem Flugplatzfest: Der Hubschrauber führte Rundflüge für die Besucher durch, die Cessna hatte laut Polizei Fallschirmspringer abgesetzt und war auf dem Rückflug. An Bord befand sich nur der Pilot, der schwer verletzt wurde.
Der Pilot und die drei Passagiere des Helikopters — es soll sich um Männer handeln — hatten keine Chance, sie kamen beim Absturz des Robinson ums Leben. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand waren Menschen am Boden nicht in Gefahr. Die Polizei „fror“ die Absturzstelle sofort ein für die Sachverständigen des Braunschweiger Luftfahrt-​Bundesamtes, welche die auslösende Ursache des Absturzes ermitteln sollen. Zu Identität und Wohnort der vier Toten wollte die Polizei gestern Abend keine Angaben mehr machen. Identifizierungsmaßnahmen könnten erst nach dem Eintreffen der Sachverständigen fortgesetzt werden.
 

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