„Niki di Sau“ — Anfang eines Lindacher Kunstpfades
„Niki di Sau“ heißt das Kunstwerk. Wohlgemerkt „di Sau“, niemals „die Sau“. „Es soll das Gemeinschaftsgefühl der ganzen Ortschaft intensivieren“, sagt Friedrich Lindemann über das Objekt, das seinen Vorgarten im Lindacher Achalmweg ziert. Vielleicht wird ein ganzer „Kunstpfad“ daraus.
SCHWÄBISCH GMÜND
(rw). Das jedenfalls schwebt dem Designer vor, der in dem nördlichen Gmünder Stadtteil so etwas initiieren will, wie es in Straßdorf mit den Skulpturen der „Wege zur Kunst“ vom Förderverein Straßdorf prächtig vorgemacht wird. Wobei er künstlerisch nicht so hoch greifen möchte — Friedrich Lindemann denkt eher an die Teilnahme von ambitionierten Hobbykünstlern. Festlegen möchte er sich noch nicht, nur soviel sagen: „Die Messlatte liegt nicht extrem hoch, aber Eignung und Qualität sollten schon vorhanden sein.“
„Ich möchte erst mal das Interesse und die Bereitschaft testen“, sagt er. Das Versuchskaninchen, wenn man das so sagen darf, steht auf seinem Rasen: ein stattliches und vor allem buntes Schweinderl. Angefertigt hat es Heidi Boxriker aus Radelstetten, von Beruf Hauswirtschaftsmeisterin. Man könnte das wetterfest lackierte Tierle aus Gips und Draht als Hommage ans Werk von Niki de Saint-Phalle einschätzen, wegen der artverwandten Formen– und Farbsprache, wofür auch die Bezeichnung spricht. Friedrich Lindemann jedenfalls hat ein erläuterndes Schild am Gartenzaun angebracht: „Pfade der Kunst in Lindach
1 — Niki di Sau“ und Autorenname.
„Der Grundgedanke ist, eher die Kunst anzusprechen, die sonst im Verborgenen blüht und sie auf die grüne Vorgartenwiese zu holen“, erläutert der Designer. Er selbst besuchte vor ein paar Jahren einen Steinmetzkurs, eine Sandsteinsäule gibt Zeugnis davon. Jetzt will er alle Lindacher Mitbürger einladen, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Nicht die geringste Absicht dahinter ist, das Gemeinschaftsgefühl im Ort damit zu stärken — ganz einfach, indem solche Objekte zu Gesprächen über den Gartenzaun anregen und dem Ort mehr Profil geben könnten als die üblichen Gartenzwerge: „Als Designer bin ich daran interessiert, die Wahrnehmung zu intensivieren. Idealerweise sollte das Unterfangen in einen ganzen Pfad münden, was gelänge, wenn sich beispielsweise ein Dutzend Häuslesbesitzer beteiligen würde. Lindemann möchte sein Vorhaben auch dem Ortschaftsrat vortragen. Wer mitmachen möchte, kann mit ihm Kontakt aufnehmen: Friedrich Lindemann, Tel.
07171 /
76357; E-Mail: kontakt @ lindemann-design.eu.
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