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» Schwäbisch Gmünd | Samstag, 29. August 2009

„Ambulanz-​OP-​Zentrum“ am Klinikum Schwäbisch Gmünd

Es ist Ende September 2009. Alle bisher dort tätigen Mediziner haben das Margaritenhospital verlassen und sind ins Stauferklinikum umgezogen. Alle Mediziner? Mitnichten! Die seit Jahren mit Erfolg im wahrsten Sinne des Wortes operierende Ambulanz-​OP bleibt im künftigen Gesundheitszentrum. Von Manfred Laduch

SCHWÄBISCH GMÜND. In der öffentlichen Darstellung, so Dr. Annelie Völcker, habe sie manchmal den Eindruck, es werde nach dem Auszug von Geburts– und Kinderklinik nur noch Seniorenbetreuung und psychiatrische Angebote im Margaritenheim geben. Das treffe aber nicht zu. Das „Ambulanz-​OP-​Zentrum“ am Klinikum Schwäbisch Gmünd bleibe dort – und es nehme an Bedeutung beständig zu, betont die Leitende Ärztin.
Schließlich werde die Liste der Eingriffe, bei denen die Krankenkassen nur noch die ambulante Durchführung vorsehen, immer länger. Das reiche von der einfachen Kniespiegelung über kleinere Eingriffe im Hals-​/​Nasen-​/​Ohren-​Bereich bei Kindern oder die Behandlung des Karpaltunnelsyndroms an der Handwurzel bis hin zu Ausschabungen wegen Blutungen in reiferem Alter.
Dass es freilich so gut wie keine Ausnahmen von dieser Regelung gibt, sei bedauerlich, so Dr. Völcker. Manche Menschen seien aufgrund ihrer Lebenssituation überfordert, wenn man sie nach solchen Operationen nach Hause schicken müsse. Insgesamt gelte auf jeden Fall: „Der Erfolg des ambulanten Operierens steht und fällt mit der anschließenden Schmerztherapie.“
Derzeit sind zwölf Ärztinnen und Ärzte am Margaritenhospital bei ambulanten Operationen tätig: zwei Orthopäden, ein Unfallchirurg, zwei Urologen, zwei HNO-​Ärzte, ein Gynäkologe, ein Augenarzt und ein Kinderchirurg. Deren Status ist unterschiedlich. Es gibt darunter Mediziner mit eigener Praxis, Belegärzte und angestellte Doktoren des Klinikums Schwäbisch Gmünd.
Hinzu kommen die drei Anästhesisten, da für die Eingriffe alle Arten von Betäubungen notwendig sind: Lokale und regionale Anästhesien ebenso, wie Vollnarkosen. Außerdem hat das OP-​Zentrum ein 15 Mitarbeiter/​innen zählendes Fachpersonal aus Schwestern und Pflegern.
Gerne würde das „Ambulanz-​OP-​Zentrum“ im Rahmen des im Herbst beginnenden Umbaus des Hauses noch etwas wachsen. Wobei die Zahlen schon jetzt beeindruckend sind: Im Jahr 2008 wurden in den drei Operationssälen rund 2000 ambulante Operationen abgewickelt.
Das entspricht einem Mehrfachen dessen, was zum Beispiel im Ostalbklinikum Aalen in diesem Sektor erbracht wird.
 

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