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» Ostalbkreis | Dienstag, 04. August 2009

Traditioneller Feuerwehrhock vor dem Feuerwehrgerätehaus

Ein gelungenes Fest mit Mohrenkopfschleuder und allerhand Geschicklichkeitsspielen feierte die Freiwillige Feuerwehr Lautern beim Feuerwehrgerätehaus und rund um das Rathaus

HEUBACH-​LAUTERN (en). Horst Caliz, der seit 1969 für die Heubacher Biere steht, begrüßte die Gäste und die Feuerwehrkameraden aus Lautern, Heubach und Böbingen und erklärte, das ganze Jahr heiße es bei der Freiwilligen Feuerwehr „Wasser marsch“; nach dem Anstich nun sei eher ein „Bier marsch“ angesagt. Ein gemütlich geselliger Abend bei reichhaltiger Speise– und Getränkekarte schloss sich an. Nach dem Frühschoppen und einem leckeren Mittagessen konnten sich die Kids am Sonntag bei einer Spielstraße mit sechs Stationen austoben, wobei schon die Kleinsten mit Feuereifer dabei waren – beim Sägen etwa, Erbsen klopfen oder mit einem Greifzug einen Kanister hochziehen; ein Spaß war es, die Mohrenkopfschleuder zu bewerfen oder mit der Feuerwehrhandspritze Dosen vom Tisch zu spritzen, außerdem konnte man sich von Mutti oder Vati beim Nagelbalken helfen lassen. Mit Preisen zeigten sich die GEK und die Raiffeisenbank Rosenstein sehr großzügig. Parallel dazu schminkte bereits die Realistische Notfall Darstellung (RND) Bartholomä ihre Verletzten für die Schauübung der Feuerwehr.
Die Freiwillige Feuerwehr Abteilung Lautern hatte im Zuge der Aus– und Weiterbildung bei einem Löschangriff und einer technischen Hilfeleistung eines der begehrten goldenen Leistungsabzeichen erhalten. Teile aus dieser Übung wurden nun bei der Hocketse gezeigt. Dann rückte die Aktive Wehr zur Schauübung mit dem LF8 an, das 600 Liter Löschwasser fasst. Das angenommene Schreckensszenario: In einer Garage war Benzin ausgelaufen, das sich entzünde. Die Person in der Garage wurde schwer verletzt. Eine weitere Person im ersten Obergeschoss konnte sich nicht mehr über das Treppenhaus retten, da dieses voller Rauch war: Sie musste über die Steckleiter mit Hilfe eines Brustbandes befreit werden. Nachdem beide gerettet worden waren, konnte das Feuer mit Mittelschaum gelöscht werden. Die Wehr freut sich schon auf eine Aktion vom 4. bis 6. September in Heubach; dort werden im Triumph Werk II weitere Unfallszenarien durchgespielt – ein Auto auf dem Kopf, auf der Seite, Personen sind eingeklemmt etc. –, um sie für den Ernstfall zu proben.
Bei ihrer Hocketse stellte sich die Wehr auch anhand von Schautafeln vor und machte auf die Notwendigkeit eines Rauchmelders aufmerksam. Die Drehleiter aus Heubach bot wieder einen Blick auf die Dächer von Lautern. Außerdem durften die Kids die Autos von innen begutachten. So war dies wieder ein Tag für und mit der gesamten Familie – Dank der Freiwilligen Feuerwehr.
 

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