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Donnerstag, 06. August 2009
Leichtathletik, Deutsche Schüler-Mehrkampfmeisterschaften in Bad Oeynhausen
Im westfälischen Bad Oeynhausen fanden die deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Schüler statt. An vergangene Erfolge anknüpfend, kam der Nachwuchs der Rot-Weißen in der Mannschaftswertung des Achtkampfes als zweitbestes Team Süddeutschlands auf Rang sechs. Von Hans Bendl
Bei ordentlichen Witterungsbedingungen war die Stimmung im
LG–Team von Anfang an erstklassig, auch wenn einige gesundheitliche Widrigkeiten dann eine Rolle spielen sollten. Trainer Gerald Baiker hatte seine Truppe sehr gut vorbereitet, wobei Robin Aichholz das Erlernte am besten umsetzte. Mit
11,
42 Sekunden lieferte er eine der besten Zeiten über
80 m Hürden ab und verbesserte sich im Weitsprung um drei Zentimeter auf
5,
78 m. Die Kugel stieß der Lorcher
12,
87 m, und im Hochsprung kam er mit
1,
64 m dicht an seinen Hausrekord heran.
Am zweiten Tag steigerte er sich mit dem Diskus von
34,
62 m gleich auf
39,
04 m. Beim Stabhochsprung über
3,
40 m schien er rein optisch
30 Zentimeter mehr zu überfliegen. Den Speer warf er
40,
86 m und beim abschließenden
1000-m-Lauf blieb er mit
3:
11,
59 Minuten um zweieinhalb Sekunden unter seiner Bestzeit. Mit prächtigen
4557 Punkten lag er am Ende nicht nur
160 Zähler über seiner seitherigen Achtkampf-Bestleistung, sondern hatte auch die Norm für die Aufnahme in den D-Kader um genau sieben Punkte übertroffen. In der Klasse M
15 lag Aichholz inmitten der deutschen Elite auf Platz
13.
Robin Breymaier konnte sich um
13 Zähler auf
4232 Punkte verbessern und landete auf Rang
31. Mit
12,
27 Sekunden blieb er um drei Hundertstel unter seiner Hürdenbestzeit. Trotz Rückenbeschwerden übertraf der Waldstetter im Stabhochsprung, der rekordverdächtige sechs Stunden dauerte, mit
3,
10 m seine Bestleistung um
20 Zentimeter. Für Max Berger standen am Ende Bestleistungen im Weitsprung (
5,
10 m), Stabhochsprung (
2,
70 m) und über
1000 Meter (
3:
10,
86 Minuten) zu Buche. Im Achtkampf schaffte er trotz seiner Knieprobleme
4045 Punkte,
110 mehr als bisher, was Rang
35 für den Rehnenhofer bedeutete.
Mit einer Riesenenttäuschung begann für Christian Müller der Wettkampf. Nach zwei Fehlstarts wurde er gleich im Hürdensprint disqualifiziert. Dennoch entschloss er sich, die restlichen sieben Disziplinen zu absolvieren und zeigte im anschließenden Weitsprung eine Trotzreaktion, als er sich dort um
22 Zentimeter auf
5,
78 m verbesserte. Auch im Stabhochsprung (
2,
80 m) und im
1000-m-Rennen (
3:
10,
15) brachte er es noch auf neue Hausrekorde. Seine
3772 Punkte reichten immerhin noch zu Rang
40.
Einziger Vertreter der
LG Staufen in der Altersklasse M
14 war Max Wolf. Nach dem Hochsprung, wo er mit
1,
68 m die höchste Punktzahl einfuhr, wurde er von einer Wespe in den Hals gestochen. Mit medizinischer Hilfe konnte eine allergische Reaktion gerade noch verhindert werden. Und im anschließenden Kugelstoßen gelang es ihm dann sogar, sich um
31 cm auf
9,
70 m zu verbessern. Zu einer Nervenprobe wurde noch das Diskuswerfen, wo der Bettringer zwei ungültige Versuche fabrizierte, um danach aus dem Stand noch
22,
05 m zu erzielen. Mit
3969 Punkten blieb er am Ende nur
16 Zähler von seinem Hausrekord entfernt und kam im Achtkampf auf Platz
21.
In der Mannschaftswertung der Schüler A kam das Trio der
LG Staufen (Aichholz
4557, Breymaier
4232, Berger
4045) auf insgesamt
12 834 Punkte und belegte einen hervorragenden sechsten Rang. Nach dem ASC Darmstadt (Dritter) waren die Jungs immerhin das zweitbeste Team Süddeutschlands.
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