Der Kleintierzuchtverein Lindach präsentiert bezaubernde Jungtiere und erwartet bereits neuen Ziegennachwuchs
Die beiden Jung-Ziegen, die auf die Namen „Zottl“ und „Flecki“ hören, sind seit ihrer Geburt im März diesen Jahres die heimlichen Stars des KTZV Lindach. Beim Füttern gibt es für die beiden kein halten mehr.
GMÜND-LINDACH (jms). Es ist einfach ein goldiger Anblick: Neugierig, etwas zappelig und die großen braunen Knopfaugen weit aufgerissen warten die beiden kleinen Ziegen des KTZV Lindach ungeduldig was ihr „Ziehvater“ beim Füttern für sie in den Händen hält. „Da wird nicht gewartet bis die Äpfel kleingeschnitten sind oder das Brot zerkleinert ist“, erzählt Gerhard Stangl lachend „die Hälfte wird nebenher verteilt.“ Zu fressen bekommen die Ziegen vor allem Gerste, Hafer und sehr viel Heu. „Im Sommer fressen sie auch das Gras auf der Außenanlage ihres Geheges und als besondere Leckerei bekommen sie noch Äpfel und Brot“, erklärt Stangl. „Unsere Babyziegen sind die Lieblinge aller“, so Stangl weiter. Die Mitglieder des Lindacher Vereins, die Besucher des Hennahäusles, aber vor allem die Kinder sind ganz begeistert von der kleinen Ziegenfamilie. „Die Lindacher Kindergärten kommen uns häufig besuchen“, erzählt der stolze Ziehvater der Ziegen „nach den Ferien haben sich sogar andere Kindergärten aus dem Raum Gmünd angemeldet um uns zu besuchen.“ Auch die Kinder der nahegelegenen Grundschule in Lindach sind oft zu Besuch. „Ich habe es schon erlebt, dass sie in ihrer großen Pause mit ihren Pausenbroten hergekommen sind um kurz nach den Ziegen zu sehen“, erzählt er weiter. Aber neben der Ziegenfamilie gibt es noch zahlreiche andere Tiere auf der neuen Zuchtanlage des KTZV Lindach. „Momentan haben wir zwei Züchter bei uns im Verein. Und so gibt es neben Hasenrassen wie den Goldgimpeln und Japanern auch noch Enten, Hühner und Tauben auf unserem Gelände.“
In der Außenanlage des Ziegenstalls wurde vor kurzem dank der Hilfe von Hans Gabel einige große Steine angebracht auf denen die Ziegenfamilie fast wie in der freien Natur herumklettern kann. Eine freudige Nachricht konnte vor einigen Wochen der Tierarzt machen. „Unsere beiden Ziegen Emma und Sternchen erwarten wieder Nachwuchs“, erzählt Gerhard Stangl. „Leider heißt das auch Abschied nehmen von unseren beiden Kleinen, denn für die Neugeborenen wäre es zu gefährlich mit ihren „Geschwistern“ zusammen aufzuwachsen. Die beiden würden auf die Neugeborenen losgehen. Und es besteht auch die Gefahr der Inzucht.“ Der Ziegennachwuchs gilt ab einem Jahr als erwachsen und ist bereits nach neun Monaten geschlechtsreif – „eine Gefahr für den folgenden Nachwuchs wie jeder Züchter weiß“, so Stangl. Das Ziegenbaby „Zottl“ wird in einigen Wochen in Waldstetten eine neue Heimat finden, und für „Flecki“ wird noch ein neues Heim gesucht.
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