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» Ostalbkreis | Montag, 14. September 2009

Finissage der Ausstellung „Meister der Bildhauerei“ mit Musik im nächtlichen Kloster Lorch

Einen stimmungsvollen Abschluss der Skulpturenausstellung im Kloster Lorch erlebten die Besucher der Finissage mit der Langen Kulturnacht, zu der der Freundeskreis Kloster Lorch eingeladen hatte.

LORCH (mas). Hans Kloss, der Initiator der Ausstellung, führte eine große Gruppe Interessierter durch die nächtliche Klosteranlage und erläuterte noch einmal die unterschiedlichen Kunststile und Materialien der Skulpturen von Josef Baumhauer, Eckard Dietz, Jakob Wilhelm Fehrle, Hans Nübold, Fritz und Karl Ulrich Nuss und Max Seiz, die so harmonisch und stimmig im Klostergelände platziert waren. Eine Überraschung erlebten die Teilnehmer der Führung, als sie nämlich in die Klosterkirche geleitet wurden, um dort durch die geistlichen Gesänge der Cantores, in die Atmosphäre einer mittelalterlichen Klosterkirche entführt zu werden. Am Ende der kunsthistorischen Führung, im Kreuzgang des ehemaligen Benediktinerklosters, erwartete die Besucher erneut das Lorcher Vokalensemble und erfreute die Zuhörer mit temperamentvoll vorgetragenen Trink– und Liebesliedern.
Die Vielfalt der musikalischen Darbietungen an unterschiedlichen Orten im Klostergarten, vor der Klosterkirche und im Refektorium beeindruckte die Finissage-​Besucher. Auch die Freunde der klassischen Musik kamen auf ihre Kosten, denn ein Streichtrio der Orchestervereinigung Schorndorf brachte Kammermusik auf hohem Niveau zu Gehör.
Traditionelle bretonische, irische und deutsche Volkslieder, begleitet von Flöte und Zister, erklangen im nächtlichen Kreuzgang und im Refektorium – nur mit Kerzen erleuchtet – gekonnt und einfühlsam vorgetragen von zwei Mitgliedern der Gruppe Kerlarec Die Spielleute des Stauferhaufens musizierten auf mittelalterlichen Instrumenten und erzeugten zu später Stunde die Atmosphäre eines mittelalterlichen Gauklertreffens mit Trommelklängen, orientalischem Bauchtanz und einer eindrucksvollen Feuerschau.
Viele Besucher aus nah und fern nutzen diese letzte Gelegenheit, bei Most und Salzkuchen, um im Klostergarten noch einmal die Werke der Bildhauer zu bestaunen. Mit den anwesenden Künstlern oder anderen Kunstfreunden bot sich die Möglichkeit zu plaudern oder einfach die stimmungsvolle Kulisse der nächtlichen Klostergemäuer zu genießen, bevor die Skulpturen am Dienstag, 15. September abgebaut werden. Sie werden nicht ganz aus dem Blickfeld geraten: Einige davon werden an der erweiterten und sanierten Stauferklinik in Mutlangen aufgestellt.
 

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