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» Sport | Mittwoch, 16. September 2009

Fußball, FC Normannia Gmünd: Verantwortliche versuchen den Coach des Kreisliga-​A-​Teams zurückzugewinnen

Nach drei Auftaktpleiten folgten für die Kreisliga-​A-​Mannschaft des FC Normannia Gmünd zwei deutliche Siege. Das Team scheint sich im Aufwärtswind zu befinden und sich nach dem großen personellen Umbruch gefunden zu haben. Eigentlich ist alles in Butter, wäre da nicht das Trainerproblem. Von Patrick Tannhäuser

Nach einer katastrophalen Saison an deren Ende der Abstieg aus der Bezirksliga zu Buche stand, hofften die Verantwortlichen im Schwerzer, dass mit der Verpflichtung von Trainer Jürgen Hoppe und einiger neuer Spieler wieder Ruhe in die zweite Mannschaft einkehrt. Doch weit gefehlt. Schon nach nur fünf Spieltagen ist die Oberliga-​Reserve wieder zum Problemfall geworden. Der Grund: Hoppe legte noch vor der Begegnung des vergangenen Sonntags mit dem FC Bargau II sein Amt nieder. Wie aus dem Umfeld zu vernehmen ist, veranlassten Hoppe Abstimmungsschwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit Oberliga-​Coach Lothar Mattner zu dieser Entscheidung. Endgültig scheint der Beschluss von Hoppe allerdings noch nicht zu sein. Am vergangenen Montagabend fand ein langes Gespräch mit Heinz Eyrainer, der sich als Bindeglied zwischen erster und zweiter Mannschaft sieht, Jürgen Eberle und Mattner statt. Resultat: Hoppe soll zum Weitermachen bewegt werden. „Wir beide wollen, dass Jürgen Hoppe weitermacht“, erklärt Eyrainer und meint mit „wir“ Mattner und sich selbst. Von einem „Missverständnis“ als Auslöser sprechen beide unisono. „Für mich kam es überraschend und war ein Ergebnis eines kurzen Gesprächs“, erläutert Mattner die Situation. Der Coach des Oberliga-​Teams forderte ein, dass abgestellte Spieler aus seinem Kader in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen müssen. „Es gehört zum Profil eines Zweitmannschaftstrainers dazu, dass Spieler aus der ersten aufgefangen werden“, so Mattner. Für ihn die normalste Sache der Welt, wie wahrscheinlich auch für alle weiteren Trainer in seiner Position. Deshalb versteht er auch den ganzen Wirbel nicht so richtig. Auch Eyrainer sieht in der Maßnahme von Hoppe „eine Kurzschlussreaktion aus der Verärgerung heraus“. Deshalb sei es nun wichtig, die beiden betroffenen Trainer an einen Tisch zu bringen, um die Sache zu klären. „Jeder schießt mal über das Ziel hinaus“, erklärt Eyrainer, der Hoppe die Tür unbedingt offen halten will. „Entscheidend ist, dass die Trainer miteinander klar kommen. Ich hoffe, dass es funktioniert“, so der Waldstetter. Auch Mattner möchte im gemeinsamen Gespräch eine Lösung finden.
Derzeit scheint es nach Ansicht von Eyrainer so, dass „Jürgen noch eine Denkpause braucht.“ Allzu lange sollte diese aber nicht mehr gehen, denn es darf nicht vergessen werden, Hoppe holte über seine persönlichen Kontakte einige Kicker in den Schwerzer, die sonst mit Sicherheit nicht im Trikot der Normannen gelandet wären. Diese warten nun auch auf endgültige Klarheit, wer sich in Zukunft um die Belange der zweiten Mannschaft kümmern wird. Es besteht durchaus die Gefahr, dass sich diese Spieler Hoppe anschließen und zukünftig nicht mehr für die Normannen auflaufen werden. Zumal das Team mit der hohen Abstellungszahl von Akteuren aus dem Oberliga-​Kader nicht einverstanden war. Schließlich ging es zu den Lasten der Spieler, denn durch die Abstellungen mussten einige trotz regelmäßigen Trainingbesuchs auf Spieleinsätze in der Kreisliga A verzichten.
Am heutigen Abend wird wie schon am Sonntag Oliver Froboess – Mattners Co-​Trainer – die Mannschaft in der Begegnung mit dem TV Straßdorf betreuen. Mit einem weiteren Sieg könnte sich das Team im vorderen Mittelfeld etablieren und dann sogar mit einem Auge nach oben schielen. Eine Dauerlösung kann das Engagement von Froboess allerdings auch nicht sein.
Bedauerlich findet der Sportliche Leiter des Oberliga-​Teams, Jürgen Eberle, die Situation. „Es wäre schade, wenn es auseinander brechen würde. Die Zweite nimmt doch gerade Fahrt auf“, erklärt Eberle und sagt weiter: „Ich bin zuversichtlich, dass die atmosphärischen Störungen behoben werden.“ Sehr gerne würde er mit Mattner und Hoppe zwei „sehr gute Trainer“ weiterhin bei der Normannia sehen. Auf eine schnelle Lösung hofft auch Klaus Rieg, der gemeinsam mit Hoppe das Projekt „Neuaufbau in der Kreisliga A“ bei den Normannen in Angriff genommen hatte. Beide schafften es schon zusammen ein starkes Team bei der DJK Gmünd zu formen. Rieg macht seine eigene Zukunft allerdings nicht von einer Entscheidung pro FCN von Hoppe abhängig. Er wird gegebenenfalls auch unter einem neuen Trainer als Spielleiter fungieren.
 

Kommentare

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  1. cheftrainer
    cheftrainer haben nun mal die verantwortung für 1.+2. mannschaften
    normannia kann sich glücklich schätzen, dass der cheftrainer die 2. mannschaft in seinen überlegungen einbindet. das muß herrn hoppe doch einleuchten, als kreisliga trainer, dass
    die normannia der chef ist.
    einen bunten herbstgruß werner hettinger
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