TRW aus Alfdorf blickt auf der IAA in Frankfurt optimistisch in die Zukunft
Perfekte Sicherheitstechnik gehört heute genauso zu einem Auto wie ein zuverlässiger Motor. Entsprechend stark vertreten ist auf der gestern eröffneten Internationalen Automobilausstellung (IAA) auch der unter anderem in Alfdorf beheimatete Zulieferer TRW. Von Heino Schütte
ALFDORF/FRANKFURT. John Plant, Präsident des globalen Unternehmens, blickte bei der IAA-Eröffnung optimistisch in die Zukunft. Die Unternehmensgruppe
TRW Automotive gehört bei einer ganzen Reihe von Fahrzeugbauteilen und –systemen zu den ganz großen „Global Playern“. Bei einigen Produktsegmenten nimmt
TRW sogar die Weltmarktführung in Anspruch. In insgesamt
27 Nationen ist
TRW mit rund
200 Werken vertreten. Mit etwa
2000 Mitarbeitern ist das Alfdorfer Werk die personell und besonders auch entwicklungstechnisch stärkste Säule in Deutschland. Entwicklung und Produktion von Sicherheitsgurt– und Airbagsystemen sind in Alfdorf sozusagen daheim. Beim Messeauftritt in Frankfurt nimmt also Rettungs– und Sicherheitstechnik „Made in Alfdorf“ naturgemäß breiten Raum ein. Auf der diesjährigen IAA hat
TRW Automotive Holdings Corp. seine neuen „Kognitiven Sicherheitssysteme“ in den Blickpunkt gestellt.
TRW will der Fachwelt und dem breiten Publikum darstellen, wie intelligente und zusammenhängende Sicherheitssysteme dem Fahrzeug „das Denken beibringen“, um für mehr Sicherheit, einen Mehrwert für den Kunden und für verbesserten Umweltschutz zu sorgen. John Plant, Präsident und CEO von
TRW Automotive sieht die IAA als geeignete Plattform, TRWs Kognitive Sicherheitssysteme einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Unternehmenspräsident meinte anlässlich der gestrigen IAA-Eröffnung: Die Krise sei überwunden. Die Auftragslage habe sich deutlich stabilisiert. Konkret auf den Messeauftritt bezogen erklärte der aus den
USA angereiste Chef des
TRW–Imperiums: „Wir machen Sicherheit in drei Bereichen intelligenter: Erstens wird das Fahrzeug durch fortschrittliche Entwicklungen sicherer. Zweitens machen wir die Systeme, z. B. durch Integration und Skalierbarkeit, erschwinglicher. Und drittens sorgen wir für einen verbesserten Kraftstoffverbrauch sowie geringere Emissionen.“ Den drei Schwerpunkten entsprechend präsentiert sich
TRW auf dem IAA-Stand mit den Technologie-Bereichen „Fortschrittliches Denken“, „Vorausschauendes Denken“ und „Umweltfreundliches Denken“.
„Unsere Kernkompetenz liegt in der Fähigkeit, fortschrittliche Sicherheitstechnologien für möglichst viele Menschen und Märkte anzubieten. Deshalb konzentrieren wir uns in allen Bereichen auf die Wertsteigerung. Dies entspricht dem schon immer erklärten Ethos bei
TRW, erweiterte Sicherheitstechnologien für alle erschwinglich zu machen und nicht nur für das obere Fahrzeugsegment zu entwickeln. Dieses Ziel erreicht
TRW durch Kostenoptimierung, Modularisierung und intelligente Integration seiner Systeme“, sagte Peter Lake, Executive Vice President, Sales
& Business Development bei
TRW. Eine Neuheit zu diesem Thema stellt
TRW auf der IAA erstmals der Öffentlichkeit vor: die nächste Generation der Airbag-Kontrolleinheit (ACU). Sie bietet ein Maximum an Flexibilität und kann eine Reihe von elektronischen Funktionen integrieren. Beispielsweise Airbag-Sensoren für Frontal– und Seitenaufprall sowie für Unfälle mit Überschlag oder auch Trägheitssensoren für die Elektronische Stabilitätskontrolle (ESC). Die Technologie wird in
2012 bei einem großen Automobilhersteller in Serie gehen. Martin Thoone, Vizepräsident Entwicklung für den Bereich Elektronik bei
TRW, erklärte: „Üblicherweise wird die Elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) mit eigenen Trägheitssensoren angeboten. Unser integriertes ACU-Produkt bietet dem Kunden nun einen Mehrwert, indem die Anzahl der elektronischen Kontrolleinheiten reduziert werden kann, ohne die Leistung des ESC-Systems zu schwächen.“ Fortschrittliche Technologien im Sinne der kognitiven Sicherheit von
TRW tragen dazu bei, dass das Fahrzeug durch Innovationen noch sicherer wird. „Fortschrittliches“ heißt, dass unsere Technologien interagieren, um in jeder neuen Situation richtig wahrnehmen, analysieren und reagieren zu können. Strategisch besonders wichtig für diesen Bereich ist die Sensorintegration. Denn sie trägt entscheidend dazu bei, die Systemkomplexität zu verringern und das Packaging zu verbessern. Außerdem reduziert sie das Systemgewicht und senkt insgesamt die Kosten“, erklärt Peter Lake. „Im Bereich Kraftstoffeffizienz konzentriert sich
TRW auf Elemente, die nicht unmittelbar mit dem Antriebsstrang zu tun haben, aber dennoch auf den Verbrauch Einfluss nehmen. So kommen elektrisch unterstützte Lenkungssysteme und hybridfähige Bremstechnologien von
TRW bereits in vielen Fahrzeugmodellen zum Einsatz,“ so Lake. Auf der IAA in Frankfurt präsentiert
TRW in Halle
8, Stand F
18 seine Innovationen mittels modernster Medien.
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