ZFLS: Sicherung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes Schwäbisch Gmünd
Die Sicherung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes Schwäbisch Gmünd formulierten gestern bei der IAA-Eröffnung in Frankfurt Oberbürgermeister Richard Arnold und ZFLS–Chef Michael Hankel als gemeinsames Ziel. Von Heino Schütte
SCHWÄBISCH GMÜND. Am
800 Quadratmeter großen Messestand des mit gegenwärtig
4800 Mitarbeitern größten Arbeitgebers in Schwäbisch Gmünd beschrieb der Vorsitzende der
ZFLS–Geschäftsführung das Bemühen, die gegenwärtige Krise ohne betriebsbedingte Kündigungen zu überbrücken.
Das dicke Lob von Konzernchef Hans-Georg Härter aus Friedrichshafen zu äußerst erfolgreichen Produktentwicklungen bei
ZFLS (siehe eigenen Bericht) hörte Michael Hankel natürlich gerne. Im Gespräch mit unserer Zeitung gab Hankel dies sogleich weiter an Entwicklungsabteilung und Produkionsmannschaft. „Wir haben in Schwäbisch Gmünd ja wirklich ein echt gutes Team.“ Doch die Würdigung durch die Konzernspitze angesichts von zehn Millionen verkaufter Elektrolenksystemen dürfe nicht davon ablenken, dass sich auch die
ZFLS (Gemeinschaftsunternehmen von Bosch und ZF) noch mitten in der Krise befinde. Die Umsatzrückgänge in diesem Jahr seien ähnlich hoch wie in der gesamten Konzernfamilie, nämlich rund
25 Prozent. Es sei erfreulich, wie jedoch im Sozialpakt mit den Gewerkschaften und Mitarbeitervertretungen hier in Deutschland eine Strategie durchgeführt werden könne, um die Krise voraussichtlich ohne betriebsbedingte Kündigungen überbrücken zu können. Die Kurzarbeit werde jedoch wohl auch noch im neuen Jahr ein Thema bleiben, ebenso Vorruhestandsregelungen.
4800 Mitarbeiter zählt
ZFLS in Gmünd, weltweit sind es
10 500.
In den letzten zwölf Monaten seien überwiegend an ausländischen Standorten rund
1000 Stellen abgebaut worden. Gmünd blieb bislang weitgehend noch verschont, was Oberbürgermeister Richard Arnold erfreut zur Kenntnis nahm. Optimistisch blickt Michael Hankel gegenwärtig besonders nach China. Dort zeichne sich in der Pkw-Branche eine zweistellige Wachstumsprognose ab. Um sich auf den speziellen asiatischen Markt einzustellen „und auch, um von den Chinesen zu lernen“, sei die
ZFLS–Entwicklungsabteilung in Shanghai verstärkt worden. Natürlich gehe die
ZFLS auch daheim mit neuen Trends. Die derzeitige ökologische und damit auch entwicklungspolitische Linie sei klar: Lenksysteme für Kleinwagen, vor allem auch für die zukünftige Hybrid– und Elektroantriebstechnik. Ein Trend, der übrigens auf der gesamten IAA überdeutlich zu sehen ist.
ZFLS will weg vom Image, wonach besonders komfortable und spritsparende Lenkungssysteme nur ein Thema für die Mittel– und Oberklasse ist. Immer stärker auch die mechanische und besonders elektronische Vernetzung der Lenksysteme mit der Sicherheitstechnik eines Fahrzeugs. Oberbürgermeister Richard Arnold ließ sich von Hankel durch den
ZFLS–Messestand führen. Ein gemeinsamer Besuch wurde auch bei Bosch abgestattet. Denn die Lenkungstechnik „Made in Schwäbisch Gmünd„ ist in diesem Jahr doppelt vertreten. Auch am Bosch-Stand werden die Produkte des Gemeinschaftsunternehmens gezeigt und um neue Kunden und Kontakte geworben. Viele Fachbesucher aus Asien weilten schon am ersten Messetag zu Gesprächen bei ZF und Bosch.
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