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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 18. September 2009

Bemerkenswerte Premiere bei Bosch auf der IAA in Frankfurt mit Oberbürgermeister Richard Arnold

Eng verzahnt mit der „ Zahnradfabrik“ ist seit Gründung des Gemeinschaftsunternehmens ZFLS in Schwäbisch Gmünd auch der Stuttgarter Automobilzulieferer Bosch. Und erstmals wird Lenkungstechnik aus Gmünd auf der IAA 2009 doppelt präsentiert. Von Heino Schütte

SCHWÄBISCH GMÜND/​FRANKFURT. Sowohl am sachlich erscheinenden ZF-​Stand (Halle 4) als auch am eher pompös wirkenden Bosch-​Center (Halle 8) werden die ZF-​Lenksysteme ins Blickfeld gerückt. Dies nahm am ersten Fachbesuchertag auch Oberbürgermeister Richard Arnold zum Anlass, um gemeinsam mit ZFLS–Chef Michael Hankel bei Bosch einen Besuch abzustatten. Dies auch im Wissen darüber, dass ja auch sehr viele Pendler aus Gmünd direkt bei Bosch beschäftigt sind. Arnold unterstrich im Pressegespräch, dass er die Kontakte zu den lokalen und auch regionalen Wirtschaftsführern intensiv pflegen und ausbauen wolle. Es gehe ihm nicht nur um die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Schwäbisch Gmünd in gegenwärtigen Krisenzeiten, sondern mittel– und längerfristig ja um eine Stärkung. Hankel sei deshalb eingeladen worden, in der neu eingerichteten Strategiekommission der Stadt mitzuwirken, was der Vorsitzende der Geschäftsführung der ZFLS auch interessiert annahm. Auch Bosch-​Unternehmenschef Franz Fehrenbach konnte bei der IAA-​Eröffnung alles andere als freudige Botschaften für seinen Zulieferekonzern verkünden. Von den weltweit 270 000 Mitarbeitern seien rund 100 000 in Kurzarbeit. Ein „moderater“ Stellenabbau werde derzeit angestrebt. Der Umsatz-​Einbruch im Automobilgeschäft werde bei Bosch für 2009 mit rund 20 Prozent veranschlagt. Er rechne damit, dass die Umsatzzahlen von 2007 erst wieder 2012 erreicht werden können. Wie auch bei der ZF, so wird trotz Krise die Entwicklung neuer Produkte intensiviert. Bosch sucht nach Technologien, damit der einzelne Autofahrer noch mehr Sprit sparen kann, Start-​Stopp-​Verfahren für alle Fahrzeugklassen rücken hierbei in den Blickpunkt. Und allein 500 Bosch-​Ingenieure arbeiten am ganz großen Zukunftsthema, nämlich Entwicklung von endlich serienreifen und bezahlbaren Hybrid– und Elektrotriebwerken für den Fahrzeugbau. Der Nachfragedruck ist offenbar stark: Bosch will schon im nächsten Jahr in die Serienproduktion gehen.
 

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