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» Sport | Mittwoch, 02. September 2009

Volleyball, Damen: Die DJK empfängt Bundesligist SV Sinsheim am Freitag zum Testspiel in der Römerhalle

Zwei Teams, zwei Aufsteiger, ein Ziel: In der kommenden Saison soll mindestens die Klasse gehalten werden. Für den SV Sinsheim sowie die DJK Schwäbisch Gmünd ist das Testspiel am Freitag in der Römersporthalle (Beginn: 19 Uhr) ein erster Gradmesser. Von Matthias Bolsinger

„Tour de Volleyball“ nennt sich das Projekt des SV Sinsheim, in dessen Rahmen der Aufsteiger in die Volleyball-​Bundesliga, regionalen Vereinen Show-​Trainingseinheiten, Testspiele, Autogrammstunden oder Kooperationen anbietet. „Unser Ziel ist es, Sympathie und Interessenten für den Volleyball zu gewinnen“, erläutert SV-​Coach Rudi Sonnenbichler die „Tour“, auf der das Spiel gegen die DJK den Auftakt bildet. Die erste Etappe, bildlich gesprochen.
Das Kräftemessen mit dem SV Sinsheim, der in der vergangenen Saison nach 16 Jahren vergeblicher Aufstiegsversuche souverän – mit 21 Siegen aus 24 Spielen – den Meistertitel holte, ist für die Gmünder Volleyballerinnen ein echter Glücksfall. Schließlich bringt der SV Sinsheim nicht nur sportliche Klasse, sondern auch den Hauch der großen Bühne und Prominenz nach Gmünd. Dabei ist der Trainer der Star. Rudi Sonnenbichler war von 1984 bis 2003 DVV-​Trainer und betreute dort den Nachwuchs sowie U20-​Mannschaften. Viele Erfolge konnte Sonnenbichler nicht nur mit diesen Teams, sondern auch mit der Nationamannschaft der Gehörlosen verzeichnen. Mit den Juniorinnen etwa wurde er Vizeeuropameister, als Vereinstrainer gewann er 14-​mal die Deutsche Meisterschaft in verschiedenen Altersklassen. Geehrt wurde er dafür mit dem „Sporthilfe Trainerpreis“ und dem „Grünen Band der Dresdner Bank“ für herausragende Leistungen im Nachwuchsbereich. Den Erfolgsanspruch hat der 62-​Jährige gleich zum SV mitgebracht. Zweimal täglich und insgesamt 20 Stunden in der Woche mussten die Spielerinnen in der Vorbereitung für den Erfolg schwitzen. Im Trainingslager in der Sportschule in Tailfingen wurden konditionelle Grundlagen gelegt. Erst nach dem dritten Triathlon konnten die Schützlinge erstmals in der Vorbereitung im normalen Spielmodus sechs gegen sechs mit dem runden Leder spielen — und zwar im unmittelbaren Anschluss. Whitney Turner, die mit Brigitte Slack den ansonsten größtenteils unveränderten SV verstärken wird, ist erst drei Wochen dabei. „Sie hat so etwas noch nicht mitgemacht. Die stirbt hier fast“, scherzt Sonnenbichler lachend.
Der Coach scheint genau zu wissen, was sein Team in der ersten Liga erwartet. „Kampf um jeden Ball“ lautet seine Losung für die kommende Saison, und dennoch peilt er einen einstelligen Tabellenplatz an. „Dass nicht alles über den Kampf zu erreichen sein wird, ist mir natürlich klar“, gesteht der Trainerfuchs, der schon über 35 Jahre im Geschäft ist, „aber wir werden um jeden Satz fighten müssen!“ Außerdem brauche man nicht aufzusteigen, um einfach nur gegen den erneuten Abstieg zu spielen. Trotzdem warnt Rudi Sonnenbichler vor dem Spiel in Straßdorf vor allzu großen Erwartungen — die Mannschaft sei mitten im Findungsprozess. „DJK–Tradition lebt im Damenteam weiter“
Die DJK verbindet Sonnenbichler mit großen Erfolgen — wie könnte er auch anders. Er erlebte die „Hochblütezeit“ der Gmünder DJK–Herren selbst mit. Doch mit dem Herrenteam sollen gute Zeiten nicht verschwunden sein: „Die DJK–Tradition lebt im Damenteam weiter.“
Ein großes Lob für den Verein. Kein Wunder, dass Carmen Feistritzer erst einmal jegliche Euphorie zu dämpfen versucht. Natürlich ist die Mannschaft noch lange nicht auf dem Höhepunkt der Leistungsfähigkeit. „Das wäre auch beängstigend, wenn das so wäre“, sagt Feistritzer und fügt hinzu: „Vielmehr wollen wir zu Saisonbeginn auf den Punkt topfit sein!“ Ähnlich wie Rudi Sonnenbichler wird die DJK–Trainerin das Testspiel als Gelegenheit nutzen, ihre neuen Spielerinnen ins Spielsystem, dem der Vorsaison ähnlich, einzubinden. Zuspiele sollen verfeinert, Neues ausgetüftelt werden. Auch wenn der Gegner in derselben Situation steckt — die Umstände sprechen nicht gerade für eine große Überraschung, auch wenn so mancher zumindest insgeheim davon träumen mag. „Die Frage nach Sieg oder Niederlage stellt sich nicht“, gesteht die Trainerin. Stattdessen können die Zuschauer das Team für die kommende Runde kennen lernen. Neue Spielerinnen, neue Liga, neue Trikots — ein frischer Anstrich, den die DJK präsentieren wird.
Zwei Aufsteiger beginnen am Freitag um 19 Uhr in der Römerhalle ihren jeweils ganz eigenen Weg. Doch für beide wird er möglicherweise steinig.
 

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