EULE-Projekt „Forschungs– und Qualifizierungszentrum“ in Schwäbisch Gmünd auf gutem Weg
Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat sich mit Erfolg an dem vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum (MLR) ausgeschriebenen Förderwettbewerb für ein Europäisches Leuchtturmprojekt (EULE) beworben.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Das Land hat
13 so genannte EULE in Baden-Württemberg für die finale Runde des Wettbewerbs ausgewählt. Diese sind nun aufgefordert, die erste Projektskizze zu einer Nachhaltigen Integrierten kommunalen Entwicklungsstrategie (NIKE) entsprechend den Kriterien des Ministeriums auszuarbeiten. Insgesamt stehen für bis zu
10 Vorhaben
12 Millionen. Euro
EU–Mittel sowie weitere Kofinanzierungsmittel des Landes zur Verfügung.
Unter Federführung der Stadt und deren Erstem Bürgermeister
Dr. Joachim Bläse haben sich die verantwortlichen Projektpartner bereits zum zweiten Workshop zur Erarbeitung und Konkretisierung der NIKE-Strategie in der Pädagogischen Hochschule getroffen. Neben der Stadt Schwäbisch Gmünd gehören zu den Projektpartnern der Ostalbkreis, Kommunen aus dem Raum Gmünd, das Landesgymnasium für Hochbegabte, die Pädagogische Hochschule sowie die Rauchbeinschule als Vertreterin der Grund– und Hauptschulen. Fachlich begleitet wird das Projekt von der Prognos AG in Stuttgart.
Ziel des Treffens war die Festlegung strategischer Eckpunkte der NIKE und die Feinabstimmung weiterer Meilensteine. Bis zum
12. Dezember müssen die Partner die NIKE-Strategie entwickeln, abstimmen und beim
MLR einreichen. Im Mittelpunkt der Strategie steht der Aufbau und die Etablierung eines schulartenübergreifenden, interdisziplinären Schülerforschungszentrums für eine wissensorientierte Grundlagen– und Nachwuchsqualifizierung in der Region Schwäbisch Gmünd.
Die NIKE-Strategie soll mit dem „FuQ-Zentrum für den Nachwuchs“ einen Beitrag zur zukunftsorientierten Ausrichtung der Region leisten und die Region auf zentrale langfristige Trends vorbereiten. Große Herausforderungen sind zu erwarten in der demografischen Entwicklung, dem Übergang zur Wissensgesellschaft sowie dem drohenden Fachkräftemangel.
Zentrales Schlüsselprojekt der Strategie ist das FuQ-Zentrum für den Nachwuchs. Hierbei soll das Bildungs– und Motivationsniveau von Kindern und Jugendlichen mittels anwendungsorientierter Lern– und Experimentiermethoden erhöht und das Interesse für naturwissenschaftliche und technische Berufe gesteigert werden. Insbesondere Migrantenkindern soll ein verbesserter Übergang auf weiterführende Schulen ermöglicht werden. Dabei stehen außerschulische Zusatzqualifikation insbesondere in den Kernfächern Chemie, Biologie, Physik, Technik und Mathematik mit einem Anwendungsbezug zu den regionalen Kompetenzfeldern (u.a. Gesundheit, Maschinenbau, Oberflächentechnologie) im Fokus. Um eine größtmögliche Teilnahme der Schüler im Alter zwischen acht und
18 Jahren zu gewährleisten, bietet das FuQ-Zentrum ein breites Kursangebot. Hierzu können einmalige Kurse für Schulklassen, mehrwöchige Kurse, Ferienseminare bis hin zu Experimentier– und Forschungsreihen mit Teilnahme an bundesweiten und internationalen Forschungswettbewerben gehören. Mit modern ausgestatteten Laboren und Werkstätten, Seminar– und Kleingruppenräumen sowie eigenem pädagogischen Fachpersonal in einem gemeinsamen Zentrum bestehen ideale Rahmenbedingungen für die Breiten– und Spitzenförderung. Bei dem Aufbau wird auf vorhandene Kurse und Angebote der bestehenden Schülerforschungszentren an der PH und dem
LGH zurückgegriffen. Insbesondere auch Haupt– und Realschülern soll das FuQ-Zentrum die Möglichkeit bieten, frühzeitig berufsbezogene technische Fähigkeiten zu erlernen, um ihre Ausbildungs– und Beschäftigungsmöglichkeiten zu erhöhen. Die anwendungsorientierte Ausrichtung der Schülerlabore bietet Unternehmen der Region entscheidende Vorteile durch die Möglichkeit der frühzeitigen Gewinnung von Nachwuchskräften, den besseren Zugang zu qualifiziertem und praxisorientiertem Nachwuchs sowie durch die Möglichkeit fachspezifische Grundlagen und Fachwissen von Nachwuchskräften bereits im vorberuflichen Bereich anzulegen.
Im weiteren Beteiligungs– und Abstimmungsprozess wird es darum gehen, Unternehmen für die Unterstützung des Betriebs und die anwendungsorientierte Ausgestaltung der Kurse des FuQ-Zentrums zu gewinnen sowie die weitere Kommunen und Schulen der Region zu beteiligen
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