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» Ostalbkreis | Montag, 21. September 2009

Gleich drei neue evangelische Pfarrer wurden gestern in der St.-Ulrich-Kirche durch Dekan Imanuel J.A. Nau investiert

Nun ist für die Heubacher evangelische Gemeinde die lange pfarrerlose Zeit zu Ende. Gleich drei neue Geistliche wurden in einem feierlichen Gottesdienst gestern Nachmittag von Dekan Immanuel J.A. Nau investiert. Von Dietrich Kossien

HEUBACH. Investiert wurden die Pfarrer Thomas Adam, Pfarrerin Sabine Löffler-​Adam und Pfarrer Rudolf Spieth. Darüber war die Freude groß, so dass die St.-Ulrich-Kirche schier nicht alle Besucher fasste. Chor und Instrumentalisten begleiteten mit der Musik einer Kantate von Dietrich Buxtehude den Einzug der Geistlichen, dem die Begrüßung durch den zweiten Vorsitzenden des Kirchengemeinderates Horst Ortwein folgte, der besonders dem Dekan dafür dankte, dass man dank seiner Hilfe die lange Vakatur habe überstehen können.
Auch Bürgermeister Klaus Maier und Schulkdekan Hans-​Jürgen Meinhardt sowie die Vertreter der katholischen Kirche waren unter den vielen Gästen. Nach der Schriftlesung und einem Lied der Gemeinde sprach Dekan Immanuel J.A. Nau zur Gemeinde. Der Text im Lied „Sing, bet und geh auf Gottes Wegen“ sei für die Investitur programmatisch. Es gelte für die drei zu Investierenden innezuhalten und auf einen gemeinsamen Weg einzuschwenken. Drei Wege würden zusammengeführt, um einen gemeinsamen zu eröffnen, auf dem noch einiges geschafft werden müsste. Wichtig sei dabei die gemeinsame Richtung auf einem Weg, der von Gott gesegnet sei. Er wünschte den drei neuen Seelsorgern: „Möge ein solcher vor ihnen stehen.“
Nach dem Weggang von Pfarrer Fieber 2007 und Pfarrer Bareis 2008 sei in Heubach „Wüstenzeit“ angesagt gewesen, wo die Gefahr bestanden habe, dass die Wege im Sande verlaufen. Doch dem Kirchengemeinderat und seinen Mitarbeitern und der Gemeinde sei Dank zu sagen, dass sie diesen Weg gegangen wären bis zum heutigen großen Tag der Wegzusammenführung.
Als erster stellte sich dann Pfarrer Thomas Adam der Gemeinde vor. Er wurde am Niederrhein geboren, studierte in Stuttgart, Berlin, Oslo und Bochum und lernte während dieser Zeit auch seine Frau kennen, mit der er zuletzt vierzehn Jahre in Neidlingen im Amt war. Auch die neue Pfarrerin, Sabine Löffler-​Adam, aus Villingen-​Schwenningen stammend, stellte sich vor, wobei sie die Arbeit im Garten als besonders wichtig für sie herausstellte, weil sie sich dabei der Schöpfung nahe fühle. Darin sah sie auch ein Bild für die kommende Arbeit in Heubach.
Pfarrer Rudolf Spieth verglich sodann sein Leben und das Leben überhaupt mit einer Patchworkdecke, die sich aus vielen Stücken zusammensetze. Er kommt aus Bempflingen bei Metzingen, studierte in Tübingen, Kiel und Frankreich und machte noch eine Lehre als Tischler und Schreiner, woher seine noch heute prägende Vorliebe für Holz stamme. Nach den Vorstellungen nahm Dekan Immanuel J.A. Nau die Investitur vor. Dazu befragte er die Gemeinde, ob sie diesen Dienst annehmen würde und sie die Arbeit der Pfarrerin und der Pfarrer fürbittend begleiten werden. Das wurde bejaht, sodass der Dekan Pfarrer Thomas Adam, Pfarrerin Sabine Löffler-​Adam und Pfarrer Rudolf Spieth. die Verpflichtung abnahm „im Aufsehen auf Jesus Christus“ und nach der Ordnung der Evangelischen Landeskirche ihr Amt zu führen.
Der Investitur schlossen sich dann die Segensworte und die Zeugenworte an. Musikalisch begleitet wurde der feierliche Gottesdienst von Renate Horn an der Orgel, dem Chor der St.-Ulrich-Kirche sowie der Projektchor unter Renate Förster und dem Posaunenchor unter Christof Reyher. Nach dem Gottesdienst traf man sich im Pfarrgarten.
 

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