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» Ostalbkreis | Montag, 21. September 2009

Historischer Staufermarkt im Kloster Lorch mit Rittern, Burgfräulein und Gauklern

Bei fast hochsommerlichen Temperaturen fand der historische Staufermarkt im Kloster Lorch statt. Zahlreiche Stände, Darbietungen und musikalisches Treiben boten allerlei Vergnügen für Jung und Alt. Von Volker Grahn

LORCH. Auch in diesem Jahr fand der historische Staufermarkt großen Anklang bei den Besuchern. Allerlei Kurzweil ließ manch Einen in großes Staunen versetzen. Beim faszinierenden Flanieren durch die Stände rund um das Kloster konnten die Besucher nicht nur das bunte Markttreiben mit Spielleuten, singendem Volk und Märchenerzählern bestaunen; auch das alte Handwerk bot so einiges an interessanten und wissenswerten Aspekten. Der gelernte Kunstschmid Roman Zanker aus Bissingen zeigte die Kunst des Feinschmiedens. „Das harte Metall wird im Feuer geschmiedet und weich wie Butter gemacht, um dann geprägt und zu einem feinen Schmuckstück verarbeitet zu werden,“ so der erfahrene Kunsthandwerker Roman Zanker. „Schon die Griechen, Kelten, Römer und Germanen stellten auf diese Weise kleine Schmuckstücke und Münzen her“, belehrte er sein Publikum.
Neben historischen Schmuckständen konnte die Kunst des Töpferns, des Kerzenziehens, der Holzschnitzerei und die Verarbeitung von Leder zu Beuteln, Bändern und vielem mehr besichtigt und entsprechende Artikel gekauft werden.
Darüber hinaus wurde der Besucher mit allerlei lukullischen Genüssen versorgt: Speisen des Orients, Knoblauch– und Bärlauchbrote sowie duftendes Gebäck boten für Jeden eine kleine Leckerei. Hinter dem Namen „In der Honigschnucke“ steckte Köstliches wie gegrilltes Lamm, Backpflaumen im Speck sowie eine Hexenwurst vom Grill; und auch in der „Klostertaverne“ kam der Gaumen auf seine Kosten. Neben dem „Moccazelt“ und lecker duftendem Spannferkel konnten sich Besucher im Badehaus während eines Bades mit Essenzen, zum Beispiel Blütenblätter, sowie Kernseife entspannen. Dabei ließ sich der Gast mit dem wahrhaft reizenden Spruch des Badehauses „Für das Wohl des Körpers und der Seele“ verwöhnen.
Wem ein Ritt auf einem der zwei Kamele gefiel, konnte eine Runde durch die Klosteranlage drehen. Handwerkliches Geschick bewiesen Interessierte beim Korbflechten oder auch bei der Bearbeitung von Specksteinen. Selbstgeflochtene Körbe oder glatt polierte, glänzende Schmucksteine konnten als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.
Neben dem historischen Staufermarkt, der Falknerei und stündlichen Führungen rund um das Kloster erlebten die Gäste den Alltag von Rittern, Knappen, Burgfräuleins und Bauern im über 2500 Quadratmeter großem mittelalterlichen Lager. Schwertkämpfe und Schauübungen der „Rittersleut“ versetzen Klein und Groß zurück in die Zeit des Mittelalters.
Neues gab es in diesem Jahr auch zu erproben: Die Bogenschießanlage im Lager bot für Interessierte die Möglichkeit, sich mit Pfeil und Bogen zu üben.
 

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