Rund 140 Mehrgenerationenhäuser bieten in Kooperation mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Hilfe für Demenzkranke an
Anlässlich des 16. Welt-Alzheimertags besucht die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, heute um 13 Uhr das Mehrgenerationenhaus in der Josefstraße 5 in Schwäbisch Gmünd.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Die Einrichtung war eines der ersten Mehrgenerationenhäuser mit Hilfsangeboten für Menschen mit Demenz. Inzwischen bieten diesen Service fast
140 der bundesweit rund
500 Mehrgenerationenhäuser. In Schwäbisch Gmünd werden an Demenz Erkrankte individuell betreut und so die pflegenden Angehörigen entlastet. Ehrenamtliche, die sich der Erkrankten annehmen möchten, werden im mehrgenerationenhaus als Begleiter qualifiziert.
„Demenz ist eine Krankheit, die jeden treffen kann“, sagt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen anlässlich des Welt-Alzheimertags am Montag. „Jedes Jahr erkranken
250 000 Menschen neu an einer Demenz. Von den
1,
2 Millionen Demenzkranken in Deutschland werden zwei Drittel zu Hause von den Angehörigen versorgt. Die Diagnose trifft die Angehörigen oftmals wie ein Schock. Oft ziehen sich Familien gemeinsam mit dem Alzheimerkranken aus Scham und Unwissen zurück.
Dabei bräuchten die Erkrankten gerade das Gegenteil: viele soziale Kontakte, Verständnis und Unterstützung tun den Erkrankten und den Familien gut. Deswegen verknüpfen wir nun die Kompetenz und die Erfahrung der regionalen Alzheimer Gesellschaften mit dem Engagement tausender engagierter Menschen in den Mehrgenerationenhäusern. Das ist ein starkes Signal: Wir lassen Demenzkranke und die betroffenen Familien nicht alleine“, so Bundesministerin Ursula von der Leyen. Seit dem
1. Juli
2009 kooperieren die regionalen Alzheimer Gesellschaften mit dem Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser. Das Projekt ist Teil der Initiative „Wissens– und Hilfenetzwerke im Umgang mit demenz“ das Bundesfamilienministeriums. Ziel: Gesellschaftlichen Berührungsängsten entgegenwirken, vorhandenes Wissen im Umgang mit Erkrankten und Betroffenen sammeln und verfügbar machen sowie eine aktive Beteiligung der Betroffenen fördern.
Dabei sind die vielfältigen Kontakte und Möglichkeiten der Mehrgenerationenhäuser der ideale Anknüpfungspunkt, um Verständnis und neue Hilfemöglichkeiten für Demenzkranke und deren Angehörige zu schaffen.
Informationen zum Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser. Im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser arbeiten bundesweit
500 Einrichtungen. Das Programm fördert: das Miteinander und den Austausch der Generationen und schafft ein nachbarschaftliches Netzwerk durch derzeit
8000 Angebote und
1800 familiennahe und generationenübergreifende Dienstleistungen.
16 000 junge und ältere Menschen engagieren sich inzwischen bundesweit in den Mehrgenerationennenhäusern. Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhält jedes Haus jährlich
40 000 Euro an Förderung.
Die Unterstützung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für das Kooperationsprojekt beträgt für eine Laufzeit von drei Jahren
377 000 Euro.
Weiterführende Informationen sowie eine Liste der Häuser im Aktionsprogramm, die Angebote für Demenzkranke machen, gibt es auf der folgenden Homepage: www.mehrgenerationenhaeuser.de.
Noch keine Kommentare vorhanden.