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» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 22. September 2009

Gestern Abend im Stadtgarten: Lossprechungsfeier der jungen Gesellinen und Gesellen der Kreishandwerkskammer

Sie haben einen ersten wichtigen Schritt hinter sich — mehr aber noch nicht. Das wurde aus vielen Worten bei der gestrigen Lossprechungsfeier der neuen Gesellinnen und Gesellen im Handwerk deutlich. Viele von ihnen haben den Schritt aber mit Bravour gemeistert und bekamen neben ihren Abschlusszeugnissen auch Belobigungen und Preise. Von Heinz Strohmaier

SCHWÄBISCH GMÜND. Kreishandwerksmeister Hans Kolb (Heubach) konnte bei der Lossprechung im Stadtgarten auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen, dazu die Ausbilder, die Obermeister und auch die beiden Bundestagsabgeordneten Christian Lange und Norbert Barthle, die genau wie Kolb nicht nur gratulierten, sondern dazu aufriefen, vom Wahlrecht am kommenden Sonntag Gebrauch zu machen – egal wen man wählt.
Kolb sagte, dass die Gesellinnen und Gesellen mit dem Abschluss ein Fundament für ihre berufliche Entwicklung gelegt hätten. Den Jugendlichen müsse aber klar sein, dass sie nur ein umfangreiches Basiswissen mit auf den Weg bekommen. Was in Zukunft aber zähle sei Motivation und Qualifikation. Man müsse bereit sein, die Ärmel hochzukrempeln und Tugenden wie Fleiß, Zuversicht und Zuverlässigkeit seien gefordert. Der Bedarf an Fachkräften werde größer.
Gesamtwirtschaftlich befinde man sich in einer der schwierigsten Lagen überhaupt, und trotzdem sei das Handwerk bislang noch mit einem „blauen Auge“ davongekommen. Auch dank der Konjunkturpakete des Staates. Das Handwerk unternehme alles, um bewährte Kräfte zu halten. Jetzt komme es aber darauf an, deutlich zu machen, dass man die Krise bewältigen könne. Und man werde nicht nachlassen sich zu bemühen, mehr Jugendliche für eine Karriere im Handwerk zu gewinnen.
Der Vizepräsident der Handwerkskammer Ulm, Wilhelm Stotz, hielt die Festrede und sagte: „Handwerk macht glücklich!“ Aber man müsse ein Leben lang dazu lernen, denn Handwerk sei kein Ruhekissen. Stotz mahnte die Jugendlichen auch, dass sie künftig ein hohes Maß an Eigenverantwortung tragen müssen, weil sich der Staat aus vielen Dingen der sozialen Absicherung zurückgezogen habe. Stotz hofft, dass die neuen Gesellinnen und Gesellen mit ihrem „Einkommen ein gutes Auskommen“ haben und gab ihnen mit auf den Weg: „Wer kein Ziel vor Augen hat, verliert die Richtung!“ Und in der „jungen Sprache“ sagte er: „Geist ist geil. Geist ist in!“
Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse übermittelte die Glückwünsche und Grüße des Oberbürgermeister sowie der Stadt Schwäbisch Gmünd. Zur Unterhaltung spielte die Parler-​Band unter Leitung von Marcus Englert, und die Rock’n’Roll-Gruppe von Petticoat zeigte eine fetzige Einlage, ehe die Preise und Belobigungen verteilt wurden. Ausgezeichnet wurden:
Bäcker-​Innung Alb-​Neckar-​Fils: (Belobigung): Nevin Ocak, Bäckerin, Bäckerei Mühlhäuser, Heubach; Marie-​Therese Strähle, Fachverkäuferin im Nahrungsmittelhandwerk Fachrichtung Bäckerei,
Bäckerei Widmann, Gschwend; Sabrina Zweng, Bürokauffrau, Bäckerei Mühlhäuser, Heubach
Bau-​Innung Schwäbisch Gmünd: (Belobigung): Melanie Schreiber, Firma Kissling, Ruppertshofen
Friseur-​Innung Schwäbisch Gmünd: (Belobigung): Jennifer Drometer, Friseurin, Firma Manfred Wagenblast, Mutlangen; Vera Isabell Franke, Friseurin, Firma Ingeborg Baur, Heubach; Irina Klinschpon, Friseurin, Firma Georg Pantelidis, Schwäb. Gmünd; Sandra Schubert, Friseurin, Firma Roswitha Aschmann, Heubach; Nathalie Terler, Friseurin, Firma Andrea Antolin, Schwäb. Gmünd
Glaser-​Innung Ostalb: (Belobigung): Bastian Kapitke, Glaser, Fensterbau Stahl, Schwäbisch Gmünd
Gold– und Silberschmiede-​Innung Schwäbisch Gmünd: (Preis): Sandra Warter, Goldschmiedin, Firma Peter Bieser, Biberach (die Firma Peter Bieser erhält für die hervorragende Ausbildungsleistung eine „Betriebsurkunde“); (Belobigung): Maximilian Wunder, Goldschmied, Firma Wilhelm Brandt, Esslingen
Kfz-​Innung Schwäbisch Gmünd: (Belobigung): Thilo Dobsch, Kfz-​Mechatroniker, Autohaus Mulfinger, Schwäb. Gmünd; Stephan Linckh, Kfz-​Mechatroniker, WWG Autowelt, Schwäb. Gmünd
Maler– und Lackierer-​Innung Schwäbisch Gmünd: (Belobigung): Lukas Baumgarten, Maler und Lackierer, Firma Ralph Stegmaier, Schw. Gmünd; Sergej Becker, Fahrzeuglackierer, Autohaus Mulfinger, Schw. Gmünd
Innung Metallbau – Feinwerktechnik Ost-​alb: (Belobigung): Patrick Maier, Metallbauer, Schlosserei Stütz, Schwäb. Gmünd
Schreiner-​Innung Ostalb: (Preis): Max Vogelmann, Schreiner, Baubetriebsamt der Stadt Schwäbisch Gmünd (die Stadt Schwäbisch Gmünd erhält für die hervorragende Ausbildungsleistung eine „Betriebsurkunde“
Zimmerer-​Innung Gmünd: (Belobigung): Johannes Banzhaf, Zimmerer, Holzbau Kielwein, Eschach; Nico Jablonski, Zimmerer, Holzbau Hieber, Mögglingen
Den Gesellendank sprach Max Vogelmann, Schreiner, ausgebildet im Baubetriebsamt der Stadt Schwäbisch Gmünd.
Der Volksbankpreis ging an die drei besten Gesellinnen und Gesellen: 1. Max Vogelmann, Schreiner, Baubetriebsamt der Stadt Schwäbisch Gmünd; 2. Sandra Warter, Goldschmiedin, Firma Peter Bieser, Biberach; 3. Thilo Dobsch, Kfz-​Mechatroniker, Autohaus Mulfinger, Schwäbisch Gmünd
Den „Heinz-​Wagenblast-​Preis“ für die beste Leistung im Friseur-​Handwerk erhielt: Vera Franke, ausgebildet bei der Firma Baur Hair Team in Heubach
 

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