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» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 22. September 2009

Viele Beteiligte gestern beim feierlichen ersten Spatenstich fürs neue Applikationszentrum

Noch stärker als bisher soll die Arbeit des Forschungsinstituts für Edelmetalle und Metallchemie (fem) mit der Anwendungspraxis in der Industrie verknüpft werden. Die betonte gestern anlässlich des ersten Spatenstichs für die Institutserweiterung fem–Chef Dr. Andreas Zielonka.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Voller Tatendrang wollten sich Dr. Zielonka und zahlreiche Ehrengäste gleich ans Werk machen. Doch schmunzelnd mahnte Baubürgermeister Julius Mihm: Kein Spatenstich ohne vorherige Übergabe des „Roten Punkts“. Dr. Zielonka freute sich über diesen „historischen Tag“. Er erinnerte, dass nahezu aufs Datum genau vor 50 Jahren das damals neue Institutsgebäude für das fem in der Katharinenstraße eingeweiht worden war. Damit seien dem Institut, das schon 1922 gegründet worden sei, erstmals eigene Räumlichkeiten zur Verfügung gestanden. Vieles habe sich seitdem verändert, die Themen– und Aufgabenstellungen haben sich stark erweitert, die Mitarbeiterzahl hätten zugenommen und die Geräteausstattung sei auf dem modernsten Stand der Technik. Mit dem Aufbau des Applikationstechnikums werde nun ein weiterer wesentlicher Schritt für die zukünftige Entwicklung des Instituts unternommen. Der Schwerpunkt der Arbeit im neuen Gebäude liege im Bereich der Anwendung der Forschungs– und Entwicklungsergebnisse. Es werde damit ein wichtiger Beitrag zur schnelleren Umsetzung der Forschungsergebnisse in die industrielle Praxis geleistet. In dem neuen Gebäude sind große Flächen für Applikations– und Multifunktionslabors vorgesehen. Dies bedeutet, dass die Nutzung nicht mehr nur den verschiedenen Abteilungen des Instituts zugeordnet wird, sondern dass eine projektbezogenen und damit sehr flexible Nutzung möglich wird. Die Investitionen in den Neubau unterstützt gleichzeitig die weitere Profilierung Schwäbisch Gmünds als Zentrum für die Oberflächentechnologie. Damit werden positive Synergieeffekte für das Netzwerk Oberflächentechnologie Region Ostwürttemberg (NORO) erwartet. Mit dem Neubau am Institutsgebäude im Jahr 2003 wurde bereits eine Vergrößerung erreicht. Die ständig steigenden Aufgaben und insbesondere auch die Aufträge aus der Industrie machen jedoch die Einstellung weiterer Mitarbeiter und damit zusätzliche Laborkapazitäten notwendig. Mit der Erweiterung wird von 20 bis 30 neuen Arbeitsplätzen für hochqualifiziertes Personal ausgegangen. Die Erweiterung des Instituts war bereits längerfristig vorbereitet. Insbesondere durch den Erwerb und Abriss des hinter dem Institut befindlichen Untersuchungsgefängnisses war die Möglichkeit für den Bau des Applikationstechnikums am Standort des fem geschaffen. Die kurzfristige Umsetzung dieser Idee wurde durch eine finanzielle Unterstützung im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms des Bundes sowie des Infrastrukturprogramms des Landes Baden-​Württemberg möglich. Das Motto dieses Programms „Wir bauen Zukunft“ kommt insbesondere bei Investitionen in Infrastruktur für Forschung und Entwicklung zum Tragen, da damit die Basis für eine nachhaltige zukünftige Stabilisierung des Wirtschaftsstandorts Deutschland geschaffen wird. Rund sechs Millionen Euro werden investiert. Dr. Andreas Zielonka sprach von einem schönen Beispiel. wie sich auch in der Krise eine Chance entwickle. Er bedankte sich bei allen in Stadt, Land und , Bund, die das Projekt unterstützt und gefördert haben.
 

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