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» Ostalbkreis | Donnerstag, 24. September 2009

Heubacher Gemeinderat befasst sich mit den Stellungnahmen der Behörden zur Nordumgehung

Die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zur geplanten Heubacher Nordumgehung wurden in der jüngsten Gemeinderatssitzung besprochen. Vom Gemeinderat wird für die Abzweigung der Umgehungsstraße in die Mögglinger Straße eine Linksabbiegespur gefordert. Von Gerold Bauer

HEUBACH. Eingangs berichtete Bürgermeister Klaus Maier, dass der Bescheid über die Gewährung von GVFG-​Mitteln (Zuschüsse für den Bau von Gemeindestraßen) nun vorliege. Da es sich bei der Nordumgehung nicht um eine Bundes– oder Landesstraße, sondern um ein kommunales Bauvorhaben handelt, sei die Stadt Heubach auch Herr des Verfahrens in Bezug auf die Zahl und die Lage der Zufahrten zur künftigen Umgehung, die zwischen Bargau und Buch abzweigt, in einem sanften Bogen die Baugebiete im Bereich der Rodelwiesen passiert und schließlich auf Höhe des Hagebaumarkts in die Mögglinger Straße mündet.
Auch was den Kurvenradius angeht, habe eine Gemeindestraße mehr Spielraum als eine höher klassifizierte Straße, für die andere Mindestanforderungen gelten. „Ein etwas engerer Kurvenradius ergibt sich nicht zuletzt daraus, dass wir diese Straße komplett auf unserer Markungsfläche planen und bauen müssen“, erläuterte Maier. Dies habe aber die durchaus erwünschten Nebenwirkung, dass man dort nicht so schnell fahren können und vermutlich die Höchstgeschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer limitiert werden. „Man sieht ja in der Mögglinger Straße, wie eine gerade Strecken zum Rasen verleitet — und wir wollen nicht, dass die Nordumgehung zu einer Rennstrecke wird“, sagte der Schultes.
Gestern galt es, die vorgebrachten Bedenken und Anregungen der Träger öffentlicher Belange abzuwägen. Auch zwei Bürger hatten bezüglich des Lärmschutzes ihre Meinung geäußert. Die konkreten Details der Stellungnahmen erläuterte der Bauamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein, Eberhard Gayer. „Es ist aber sehr erfreulich, dass sich im Rahmen der vorgezogenen Bürgerbeteiligung niemand grundsätzlich gegen die Nordumgehung in der geplanten Form ausgesprochen hat“, so Gayer.
Die „Behördenrunde“ habe ergeben, dass der bereits im Bebauungsplan für das Gebiet „Strut II“ verankerte, 2,50 Meter hohe Lärmschutzwall inklusive der (noch zu bauenden) Lärmschutzwand auf der Ostseite der Sudetenstraße ausreichend sei. Ein höherer Wall sei auch deshalb nicht nötig, weil der Bebauungsplan Lärmschutzfenster in den oberen Stockwerken der Gebäude vorschreibt. Da der Gutachter eine Verlängerung des ursprünglich vorgesehen Walls um zirka 140 Meter nach Westen für sinnvoll hält, wurde diese Anregung im Bebauungsplan berücksichtigt. Mit dem Kleintierzuchtverein sei eine Einigung zur allseitigen Zufriedenheit erzielt worden.
Der Geschäftsbereich Umwelt und Gewerbeaufsicht des Landratsamts hält einen Lärmschutzwall unmittelbar anschließend an die Wohnbebauung in der Lothringer, Laxouer und Lauschaer Straße für wünschenswert, weil damit gleich eine Abtrennung zur dort geplanten Gewerbefläche gegeben wäre. In der Sitzung wurde von Eberhard Gayer ergänzt, dass Firmen in aller Regel großen Wert darauf legen, dass ihre Gebäude mit den entsprechenden Schriftzügen von der Umgehungsstraße aus gesehen werden.
In der Diskussion wurde betont, dass der Gemeinderat auf den Erhalt von Geh– und Radwegeverbindungen großen Wert legt. Hinsichtlich des Lärmschutzwalls herrschte Einigkeit, dass man eventuell überschüssigen Aushub lieber zur Erhöhung verwenden sollte, als den Dreck abtransportieren zu lassen. Dies bringe den Menschen in den Wohngebieten Vorteile.
An jener Stelle, wo die neue Straße in die Mögglinger Straße einmündet (die Mögglinger Straße wird als untergeordnete Straße angeschlossen), wünscht sich mancher heute einen Kreisverkehr. Doch die Mehrheit des Gemeinderats hatte sich seinerzeit nicht dafür entschieden, so dass „dieser Zug nun abgefahren ist“, wie es Bürgermeister Maier formulierte. Als gute Idee wurde der Vorschlag aufgegriffen, für jene Autofahrer, die aus Richtung Böbingen/​Mögglingen in die Mögglinger Straße einbiegen wollen, eine Linksabbiegespur einzurichten. Denn dann werde der Verkehrsfluss auf der Umgehung nicht durch wartende Linksabbieger behindert beziehungsweise gefährdet.
 

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