Bundestagswahl 2009: Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis 270 Aalen/Heidenheim ist Roderich Kiesewetter
Der 46-jährige Generalstabsoffizier der Bundeswehr gewann das von Georg Brunnhuber aufgegebene Mandat mit 45 Prozent der Erststimmen. Konkurrentin Claudia Sünder (SPD) kam auf 25,5 Prozent. Von Manfred Laduch
OSTALBKREIS. Wie immer an solchen Tagen hatte Landrat Klaus Pavel als Wahlleiter zweier Bundestags-Wahlkreise gestern Abend zum Wahlcafé ins Ostalbkreishaus in Aalen geladen. Im Laufe des Abends fanden sich einige Dutzend Gäste ein, um einerseits den Ausgang der Bundestagswahl im Fernsehen zu verfolgen, und gleichzeitig gespannt auf die einzelnen Ergebnisse aus den Städten und Gemeinden zu warten.
Die Besucher – neben vielen Bürgern und Journalisten auch die Kreisräte
Dr. Eberhard Schwerdtner (
CDU), Bernhard Richter (
SPD) und Martin Gerlach (
FW, Oberbürgermeister von Aalen) – debattierten vor allem über die schwache Wahlbeteiligung.
71,
9 Prozent waren es im Kreis Gmünd/Backnang,
71,
2 im Kreis Aalen/Heidenheim. Die Zahlen wurden übereinstimmend als „katastrophal“ eingeschätzt. Sehr beeindruckt waren die Wahlcafé-Gäste auch von dem tiefen Absturz der
SPD.
Besonders gespannt waren viele auf das Abschneiden von Roderich Kiesewetter. War man sich doch darüber einig, dass es keine leichte Aufgabe sein würde, den populären „Schorsch“ Brunnhuber zu beerben. Immerhin hatte sogar das Fernsehen den seitherigen Chef der
CDU–Landesgruppe im Bundestag gestern Abend für einen der ersten Kommentare zum Wahlergebnis ausersehen.
Am Ende wurden die
45 Prozent des
46-Jährigen als sehr ordentliches Ergebnis gewertet – auch wenn er damit
4,
9 Prozent hinter Brunnhubers Resultat von
2005 zurückgeblieben war. Claudia Sünder (
SPD), der man einen guten Wahlkampf attestierte, wurde mit
25,
5 Prozent (-
8,
7%) voll vom Bundestrend ihrer Partei erwischt.
FDP–Kandidat Rieg erhielt
10 Prozent der Stimmen.
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