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» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 03. September 2009

Stamm Einhorn nahm am Pfadfinder-​Bundeslager teil

Kids interessieren sich nur für Computerspiele und mySpace? Es geht auch anders: Der BdP richtet alle vier Jahre ein großes Zeltlager aus, an dem rund 5000 Kinder und Jugendliche teilnehmen. Auch der BdP-​Stamm Einhorn mit seinen Gruppen in Gmünd und Waldstetten war dabei.

SCHWÄBISCH GMÜND (BdP). 11 Mädchen und 15 Jungen machen sich auf den Weg nach Buhlenberg in Rheinland-​Pfalz. Mit einem Sonderzug der Deutschen Bahn geht es in Stuttgart los. Unterwegs steigen dann immer mehr „Pfadis“ – wie sie sich nennen – ein, bis der Zug ganz voll ist. Garantiert wird da schon die Reise zum Abenteuer.
Auch die Kinder und Jugendlichen aus Gmünd und Waldstetten zelten dann elf Tage lang gemeinsam, kochen zusammen und machen spannendes Programm. Klar, dass das nicht immer reibungslos abgeht – aber: „Wir raufen uns immer zusammen und haben einfach viel Spaß!“, sagt Lea Blessing stolz, die mit von der Partie ist.
Doch bevor der große Spaß losgehen kann, waren allerlei Vorbereitungen zu treffen, erzählt Max Wamsler, der als stellvertretender Stammesführer die Teilnahme am Bundeslager organisiert. „Jeder Stamm bringt seine eigenen Zeltplanen mit, aus denen dann Fußballfeld große Zelte entstehen können. Und weil wir auf dem Bundeslager für uns selbst kochen, müssen wir auch Gaskocher, Töpfe, Pfannen und Schüsseln mitnehmen.“ Was jede Pfadfinderin und jeder Pfadfinder braucht, kommt natürlich nicht in den Rollkoffer, sondern in den Rucksack – zum Beispiel Schlafsack, Isomatte und das Essgeschirr. Ihr Programm für das Bundeslager konnten sich die Teilnehmer schon vorher in einem Internet-​Katalog angucken und auch online buchen. So wird beispielsweise Brot im Steinofen gebacken, Daisy Duck’s Beauty Farm besucht, eine Karte des riesigen Lagerplatzes angefertigt oder zusammen mit den drei ??? ein Verbrechen aufgeklärt.
Damit den Jugendlichen die große Lagergemeinschaft über die elf Tage nicht einmal zu viel wird, packen sie zwischendrin ihre Rucksäcke und Zelte und gehen zwei Tage auf einen Hajk. Das ist ein mit viel Mühe vorbereiteter Aufgabenlauf, bei dem man über spannende Rätsel seine Wegstrecke herausfindet, mit Hilfe der Bevölkerung Fragen und Aufgaben löst und viel über die Gegend des Bundeslagers, den Hunsrück, lernt.
Aber natürlich wird nicht nur Programm besucht. Der Stamm Einhorn bietet für alle interessierten Jugendlichen tolle Aktivitäten an. So kann man bei den „Einhörnern“ Trinkbecher aus Kokosnüssen herstellen, ein leistungsfähiges Katapult bauen oder bei einem selbst entwickelten Rollenspiel mitwirken. In einer Zeltwerkstatt wird unter Anleitung selbst repariert, was kaputt geht. „Einfach abgeben“, sagt Jörg Aubele aus Waldstetten, „ist nicht unser Ding.“ Kein Wunder, schließlich ist „Learning by Doing“ einer der wichtigsten Grundsätze der Pfadfinder.
Auf einem zentralen Marktplatz finden die Teilnehmer alles, was das Herz begehrt: Von der Markthalle bis zur Post, von der Lagerzeitung bis zum Kiosk. Auf gewisse Annehmlichkeiten muss aber auch die Waldstetter Gruppe verzichten: Statt Toiletten gibt’s auf dem Zeltlager nur Dixis und statt warmer Dusche nur Waschzelte mit kaltem Wasser. . Und zur Not gibt es im Nachbarort immer noch ein Schwimmbad. Zurück nach Hause geht es dann mit vielen Erinnerungen und neuen Freundschaften im Gepäck.

Eltern, die Interesse an der Jugendarbeit der Pfadfinder haben bekommen Informationen unter www​.stamm​-ein​horn​.de oder per Telefon bei Jonas Czech unter der Nummer 0 71 71/​7 38 08.
 

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