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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 04. September 2009

Am 14. September beginnt das neue Schuljahr

In ein paar Tagen beginnt das neue Schuljahr und ein Blick in die Gmünder Schreibwarengeschäfte zeigt, dass diese für den kommenden Ansturm gut gerüstet sind. Welches Schulsortiment momentan angesagt ist, erzählten Verkäufer einiger Gmünder Fachgeschäfte der Rems-​Zeitung. Von Anna Mechele Shivers

SCHWÄBISCH GMÜND. „Mama, ich möchte den pinkfarbenen Schulranzen, der hat sogar einen Geldbeutel dabei.“ Diesen Wunsch äußerte ein Mädchen kürzlich seiner Mutter gegenüber. Das Kind ist eines von vielen, das in den kommenden Tagen eingeschult wird.
Die Schulranzen-​Auswahl ist groß. Geschlechterspezifische Ranzen in verschiedenen Farbvariationen und Formen werden in den Schaufenstern präsentiert. Soll es der Actioncomicstil, „Harry Potter“ oder doch das Kätzchenmotiv „Hello Kitty“ sein? Zu dieser Entscheidung kommt auch noch hinzu, ob ein dazugehöriges Set mit gleicher Aufmachung gleich mitgekauft werden soll. Schließlich sieht es doch viel besser aus, wenn das Mäppchen zum Ranzen passt! Die Hersteller bieten in dieser Hinsicht verschiedene Möglichkeiten in verschiedenen Preiskategorien an. Zum einen gibt es Ranzen ohne jeglichen Schnickschnack, zum anderen Schulranzensets mit unterschiedlichen Inhalten.
Da bietet eine Marke das Trio Schulranzen, Schlampermäppchen und Trinkflasche mit Totenkopfaufdruck an und die andere im „Ed Hardy“ Design Schulranzen, Turnbeutel und Brotbox. Preislich schwankt das Schulstarterset zwischen 50 und 180 Euro.
Birgit Bauer, die nun seit 25 Jahren ihren Schreibwarenladen betreibt, erinnert sich, dass ein guter Schulranzen einst 80 DM gekostet hat. Heutzutage seien hingegen viele kleine Extras dabei, „die den Start ins neue Schuljahr verschönern“. Der Preis für einen Schulranzen liegt heute bei 30 bis 50 Euro. Schließlich braucht ein Erstklässler einen Wasserfarbenkasten mit guten Farben zum Mischen, Wachsmalkreiden fürs Kreative, den dazugehörigen Zeichenblock, eine Sammelmappe für die Aufbewahrung der Werke und dann noch Utensilien wie Füller, Schere, Ordner, Klebestift oder Lineal. Auch bei den Stiften und Heften stehen die Eltern vor der Qual der Wahl: Sollen lieber ergonomisch geformte Stifte gekauft werden, Markenprodukte, die mehr Qualität versprechen oder herkömmliche Buntstifte aus dem Supermarkt? Hefte mit einem oder zwei Rändern? Liniert oder kariert? Oder doch ein Spezielles für Linkshänder? Für den ersten großen Schultag gehört selbstverständlich auch eine gefüllte Schultüte dazu, entweder gebastelt oder gekauft.
Bereits in den vergangenen Tagen wurden viele Schreibwaren verkauft. „Denn manche Lehrer geben ihren Schülern Ende des Schuljahres eine Einkaufsliste mit, damit sie die sechs Wochen Ferienzeit nutzen, um die schulische Neuausstattung ohne Hektik besorgen zu können. Wenige Lehrer bestellen beim Schreibwarenhändler einen Klassensatz, damit jeder dasselbe hat“, so Birgit Bauer. Doch die meisten Schüler erhalten erst ab Schulbeginn ihre Liste und somit sind die Schreibwarengeschäfte mit kaufwilligen Schülern und deren Eltern in der ersten Schulwoche überfüllt. Alle benötigen ein neues Schulsortiment.
Die Geschäfte scheinen hierfür bestens ausgestattet zu sein. Einige Fachgeschäfte, wie zum Beispiel die Filiale „Müller“, bietet einen speziellen Service an, den sogenannten „Nachtexpress“. Kunden können eine Einkaufsliste abgeben und am nächsten Tag ihre Artikel abholen. Für Filialleiterin Hanne Vetter „sind diese die härtesten Tage im Jahr, aber doch die liebsten“.
 

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