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» Schwäbisch Gmünd | Samstag, 05. September 2009

Junge Leute aus Waldstetten und Schwäbisch Gmünd waren kürzlich in Tutajev

Seit nun schon fünf Jahren pflegen die Pfadis vom Stamm Einhorn eine enge Partnerschaft mit einer Partnergruppe aus Russland; genauer gesagt aus Tutajev, einer beschaulichen Stadt nördlich von Moskau an der Wolga gelegen. Kürzlich war es wieder soweit.

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Nur wenige Tage nach dem großen Bundeslager brachen sechs Jugendliche zwischen zwölf und 23 Jahren zu einem Gastbesuch nach Russland auf. Sie sollten dort elf Tage in Gastfamilien verbringen und bei einem abwechslungsreichen Begegnungsprogramm die Region, die russische Kultur und die städtische Jugendarbeit kennenlernen.
Für einige der Russlandreisenden bedeutete der Besuch in Tutajev ein Wiedersehen, denn sie waren entweder schon 2004 dort zu Gast oder haben im Sommer 2007 in ihrer eigenen Familie Jugendliche aus Russland beherbergt. Klar, dass daraus auch Freundschaften entstanden sind, die bis heute über häufigen Brief– oder E-​Mail-​Austausch gepflegt werden. Auch bestehen noch Kontakte von einer gemeinsam dreiwöchigen Fahrt durch Finnland, an der letzten Sommer 19 Jugendliche beider Länder teilnahmen. Die beiden Partnergruppen schauen also auf eine bewegte Vergangenheit zurück.
Im den vergangenen Wochen standen einige interessante Ausflüge auf dem Programm, welche die deutsch-​russische Gemeinschaft in drei bedeutende Provinzstädte führte – sie liegen alle im sogenannten „Golden Ring“ rund um die nördlichste Wolgaschleife und haben reichlich kulturelle Denkmäler und städtebauliche Pracht vorzuzeigen.
Neben diesen touristischen Höhepunkten hat aber die Arbeit an einem langfristigen Ziel diese Begegnung geprägt: Russische und Deutsche Jugendliche arbeiten an einem gemeinsamen Freundschaftshaus, welches in Tutajev eigenständige Übernachtungen für Selbstversorger ermöglichen soll.
Der Waldstetter Förderverein für das Kinderheim Malachowa in der Nähe von Tutajev hat dieses Haus erworben, um eine Stätte eines häufigeren Austausches zu schaffen, als dies die zeit– und finanzintensive Unterbringung in Gastfamilien den russischen Partnern erlaubt. Nur durch ständige internationale Kontakte – so der Gedanke – wird ein gegenseitiges Verständnis aufgebaut und so ein wichtiger Teil zur Friedenserziehung der Jugendlichen beider Länder beigetragen. Natürlich wollen auch die Pfadfinder zusammen mit ihren Gastbrüder und –schwestern ihren Beitrag zum Ausbau dieser Begegnungsstätte leisten. Schließlich ist es ein reizvoller Gedanke, später relativ spontan und mit größeren Gruppen das fremde Russland besuchen und die diesen Sommer erneut angewachsene Zahl an Freunden in Tutajev wiedertreffen zu können.
Doch bevor es soweit ist, mussten die sechs Abenteuerlustigen mit den frischen Erinnerungen an die zahlreichen Erlebnisse ihrer fast zweiwöchigen Gastzeit ihren Heimflug von Moskau nach Stuttgart antreten und wieder im deutschen Alltag ankommen.
 

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