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» Schwäbisch Gmünd | Montag, 07. September 2009

Bischof Fürst eröffnete gestern die Rechberger Wallfahrtswoche auf dem Hohenrechberg

Ein Höhepunkt im religiösen Jahresablauf ist auch heute noch für viele die Rechberger Wallfahrtswoche in diesem Monat. Gestern war es wieder soweit. Von Dietrich Kossien

SCHWÄBISCH GMÜND. Seit Jahrzehnten ziehen sie aus allen Himmelsrichtungen zur „Mutter der Gnade“, zur „Schönen Maria“ auf den 707 Meter hohen Rechberg, und: „Was unseren Großeltern und Urgroßeltern heilig war, sollten auch wir uns zu Herzen nehmen und nicht leichtfertig abtun“, meint Pfarrer Stegmaier, dem seit sieben Jahren die Wallfahrtsseelsorge auf dem Berg anvertraut ist.
Und nach den Worten von Pfarrer Klaus Stegmaier soll eine Wallfahrt auf den Hohenrechberg eine Sache sein, die den ganzen Menschen mit Körper, Seele und Geist anspricht. Er freute sich darüber, dass wieder so viele auf den Berg gekommen waren, um Maria ihre Anliegen vorzutragen. Er begrüßte mit besonderer Freude Bischof Gebhard Fürst als Festprediger. Mit einem Appell zu einem Leben in Gottvertrauen eröffnete Bischof Gebhard Fürst am gestrigen Sonntag die Rechberger Wallfahrtswoche, die dieses Jahr unter dem Leitwort „Mit Maria in Freud und Leid“ steht. In seiner Ansprache vor den vielen Besuchern, die auch vor der Kirche auf seine Worte hörten, sagte er, auf einer Wallfahrt als Sinnbild des Glaubens– und Lebensweges der Christen könne der gläubige Mensch Vertrautes und Altes hinter sich lassen und Herz und Sinn öffnen. Dafür sei Maria, die Mutter Gottes, auch noch heute ein tragfähiges Vorbild. Sie habe auf das Wort Gottes vertrauend, den Impuls empfangen, auf ihren eigenen Weg aufzubrechen. Wer sich wie sie auf den Weg mache, der übe damit schrittweise die Praxis christlichen Lebens ein, so Bischof Fürst.
Nachdem Diakon Plura das Evangelium vorgetragen hatte, hielt der Bischof die Predigt, in der er zu Beginn an die vielen Pilger erinnerte, die seit Jahrhunderten auf den Berg zum Gnadenbild der Maria gekommen sind. Maria bewege die Menschen, und sie lade dazu ein, dass die Menschen sich bewegen und sich dazu verleiten lassen, ihre Herzen zu öffnen.
So stünde das Motto der Wallfahrtswoche „Mit Maria in Freud und Leid“ eigentlich immer über unserem Leben und sage eine Grundhaltung der katholischen Christen an, Maria mit auf dem Weg zu wissen. Sie trete vor Gott für die Menschen ein. Ihre große Freude sei der Gruß des Engels gewesen, dass der Herr mit ihr sei. Diese Freude strahle auf die Menschen, und auch sie dürften die Gnade Gottes erfahren. In Freud und Leid seien die Menschen unterwegs, und Maria, die den Weg Jesu nachgegangen sei, gehe dabei an ihrer Seite. Bischof Gebhard Fürst schloss seine Predigt mit der Aufforderung an die vielen Besucher: „Schütten Sie Ihr Herz aus vor dieser großen Frau, die von Gott geliebt wird.“
Das Wallfahrtsprogramm von Montag bis Samstag: Täglich ab 9 Uhr Beichtgelegenheit, 9.30 Uhr Rosenkranz, 10 Uhr Wallfahrtsmesse mit Predigt (täglich wechselnder Prediger), 13.30 Uhr Rosenkranz, 14 Uhr Marienandacht mit Ansprache und sakramentalem Segen. Täglich besteht ab 8.45 Uhr ein Fahrdienst auf den Berg ab Gasthaus Jägerhof. Zu den Nachmittagsandachten besteht kein Fahrdienst. Ausnahme: Zur Kinderwallfahrt am Donnerstag, 10. September, um 15 Uhr, ist ab 14 Uhr der Bustransfer auf den Berg eingerichtet.
Ein besonderes Ereignis soll der Jugendgottesdienst am Samstagabend, 12. September, um 20.30 Uhr im Zelt mit Weihbischof Thomas Maria Renz aus Rottenburg werden. Die bekannte Gruppe „Genezareth“ wird die musikalische Gestaltung übernehmen. Zum Abschluss der Wallfahrtswoche wird Domkapitular Prälat Hubert Bour am Sonntag, 13. September, um 10.30 Uhr dem Gottesdienst vorstehen und predigen.
 

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