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» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 09. September 2009

Anwohner äußerten bei einem Stadtteilgespräch mit OB Richard Arnold und Bürgermeister Dr. Joachim Bläse viele Ideen

„Der Hardt wird manchmal schlechter geredet als er ist“, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold beim gestrigen Stadtteilgespräch auf dem Hardt. Viele Bewohner waren gekommen, was, so der OB, zeige, dass das Interesse vorhanden sei. Alle waren sich einig, dass dieses Interesse in eine Bürgerinitiative fließen soll. Von Nicole Beuther

SCHWÄBISCH GMÜND. Etwas, was nach Meinung der Einwohner und auch den Vertretern der Stadt dringend notwendig scheint. Vor allem die Tatsache, dass es schon seit längerem keine Post– und keine Bankfiliale mehr gibt, sorgt für Unmut unter den Anwohnern. „Wir wollen“, signalisierte Richard Arnold Unterstützung. Er betonte aber auch, wie wichtig hier das Engagement seitens der Anwohner sei. Bei einem Vorab-​Treffen mit den Geschäftsleuten, so OB Arnold, habe er festgestellt, dass man dem Trend gegensteuern müsse. Einerseits meinte er hiermit den Verbesserungsbedarf bei Sicherheit und Sauberkeit. Man müsse den erhöhten Sicherheitsanforderungen Rechnung tragen, so der OB auch im Hinblick auf die jüngsten Versuche, in die Grundschule einzubrechen. Denkbar sei in diesem Fall eine Alarmsicherung.
Das optische Erscheinungsbild könnte sich, geht es nach Richard Arnold, durch Schilder und Blumen am „Ortseingang“ verändern. „Das sieht doch viel einladender aus“, findet der OB. Grund eines Besuches der Menschen aus benachbarten Wohngebieten könnte ein Wochenmarkt sein, so der Vorschlag von Arnold. So könnte auch die vielbefahrene Oberbettringer Straße, die zum Bedauern der Anwohner den Stadtteil trennt, Teil des Konzepts werden, findet Bürgermeister Dr. Joachim Bläse. Auch den Gedanken, einen Mittelpunkt auf dem Hardt zu schaffen, hält Bläse für eine große Chance. Schon vor geraumer Zeit entwarf Walter Giers ein Konzept zur Neugestaltung des Falkenbergplatzes, wo gestern auch das Stadtteilgespräch stattfand.
Neben den Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich der Sicherheit und der Sauberkeit wurde auch die nicht ausreichende Einkaufslandschaft angesprochen. Bläse wies zwar darauf hin, dass die Hardt-​Bewohner hier nicht schlechter gestellt seien als Einwohner anderer Stadtbezirke. Allerdings könne auch er sich vorstellen, dass ein Wochenmarkt zur Besserung der Situation beitragen könnte. Den Vorschlag seitens der Hardt-​Bewohner, doch das Angebot des „Nah und Treff“ etwas zu vergrößern, lehnte Inhaberin Andrea Seitz ab; „hierfür ist der Platz zu klein“. 200 Kunden weniger habe sie, seit die Post– und die Bankfiliale auf dem Hardt vor geraumer Zeit geschlossen haben. Wenigstens einen Briefkasten und einen Bankautomat, mit Hilfe dessen Überweisungen getätigt werden können, könnten doch installiert werden, meinte ein Anwohner. Ein anderer wünscht sich mehr Spielgeräte für den Spielplatz. Hier machte ein Anwohner den Vorschlag, dass man doch die Spielgeräte, die den Sommer über vor dem Gmünder Rathaus die Kinderherzen erfreuen, auf dem Hardt-​Spielplatz installieren könnte, zumindest solange, wie die Spielgeräte zwecks Pferdemarkt und Co. nicht genutzt werden. Und auf längere Sicht könnte, so der Mann, ein gut besuchter Spielplatz vielleicht auch dazu beitragen, dass die Alkoholiker wegbleiben. Oberbürgermeister Richard Arnold zeigte sich offen für einige der Ideen der Anwohner. Und auch der Wille seitens der Hardt-​Bewohner scheint vorhanden zu sein. Bereits am 1. Oktober soll eine Fortsetzung des gestrigen Gesprächs stattfinden.
 

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