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Lokalnachrichten

» Sport | Mittwoch, 09. September 2009

Sensationeller 4. Platz beim Ultra-​Trail du Mont Blanc für Uli Calmbach (DJK Gmünd)

(pm). Es handelt sich um den bekanntesten und einen der weltweit härtesten und längsten Ultra-​Trails bzw. Bergläufe, die in einem Zug zu bewältigen sind. Die Fakten von diesem Lauf sind einfach unglaublich und faszinierend: 166 km Laufstrecke mit 9450 Höhenmetern. Uli Calmbach (DJK Gmünd) wurde sensationell Vierter.

Der Lauf führt von Chamonix in Frankreich über Italien und die Schweiz zurück nach Chamonix, einmal rund um den Mont Blanc. Hier steht der Großteil der Weltelite der Langstreckenläufer mit am Start. Die Beliebtheit steigt ständig, trotz eines strengen Qualifikationssystems sind die 2300 (!) Startplätze immer ausgebucht bzw. müssen verlost werden.
Die Herausforderung dieses Extremlaufes suchte schon zum wiederholten Mal der Langstreckenläufer Uli Calmbach von der DJK Gmünd, nachdem er im Vorjahr bereits einen hervorragenden neunten Rang erreichen konnte.
Der Start unter dem Jubel mehrerer Tausend Zuschauer ist abends in Chamonix. Jeder Läufer hat eine Mindestausrüstung mit Wetterschutz, Verpflegung und Stirnlampen mitzuführen. Es geht bei Nacht südlich um den Mont Blanc auf steilen, schwierigen Bergwegen über mehrere 2500 m hohe Pässe.
Uli Calmbach teilte sich das Rennen gut ein und lief die Nacht über mit verhaltenem Tempo. Vor allem bei den langen Bergauf-​Passagen konnte er ständig Läufer überholen, was natürlich besonders motivierend ist. Durch dichten Nebel an den hohen Cols herrschten anspruchsvolle, fast abenteuerliche Verhältnisse, die Orientierung war sehr schwierig.
Bei Tagesanbruch lag Calmbach bereits auf dem sechsten Rang des Teilnehmerfeldes — obwohl er nicht mit einer Verbesserung seiner Vorjahreszeit gerechnet hatte. Nachfolgende Schwächephasen mussten mit mentaler Härte überwunden werden. Bis zum letzten Viertel des Laufes — es ist immerhin noch ein Marathon mit 2500 Höhenmetern zu laufen– konnte er sich sogar auf den vierten Rang vorarbeiten. Beflügelt durch die unerwartet gute Platzierung und der super Zeit konnte Calmbach diesen bis ins Ziel halten. Sein großartiger vierter Gesamtrang (Zweiter der Altersklasse M 40/​50) wurde im Ziel in Chamonix von tausenden Zuschauern bejubelt. Mit seiner Zeit von 23:10 Stunden erreichte er ein Ergebnis unter den weltbesten Ultraläufern.
Bei dieser großartigen Veranstaltung werden alle Läufer mit begeistertem Applaus in Chamonix als Helden empfangen, auch wenn sie erst einen Tag später im Ziel ankommen. Immerhin knapp 60 Prozent aller Starter konnte die gesamte Strecke bewältigen, was für jeden einen persönlichen Sieg bedeutet. Ralf Knodel von der DJK Gmünd konnte in 34:27 Stunden eine gute Platzierung auf Rang 237 erreichen. Gesamtsieger wurde wie im Vorjahr das Ausnahmetalent Kilian Jornet aus Spanien, der mit 21:33 Stunden wieder einen unglaublichen Vorsprung von über einer Stunde auf den Zweiten herauslaufen konnte. Als erste Frau lief die Amerikanerin Kristin Moehl in 24:56 Std. einen neuen Streckenrekord.
 

Kommentare

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  1. Uli Calmbach
    Meine aller herzlichsten Glückwünsche. Sensationell !
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Sensationeller 4. Platz beim Ultra-​Trail du Mont Blanc für Uli Calmbach (DJK Gmünd)

(pm). Es handelt sich um den bekanntesten und einen der weltweit härtesten und längsten Ultra-​Trails bzw. Bergläufe, die in einem Zug zu bewältigen sind. Die Fakten von diesem Lauf sind einfach unglaublich und faszinierend: 166 km Laufstrecke mit 9450 Höhenmetern. Uli Calmbach (DJK Gmünd) wurde sensationell Vierter.

Der Lauf führt von Chamonix in Frankreich über Italien und die Schweiz zurück nach Chamonix, einmal rund um den Mont Blanc. Hier steht der Großteil der Weltelite der Langstreckenläufer mit am Start. Die Beliebtheit steigt ständig, trotz eines strengen Qualifikationssystems sind die 2300 (!) Startplätze immer ausgebucht bzw. müssen verlost werden.
Die Herausforderung dieses Extremlaufes suchte schon zum wiederholten Mal der Langstreckenläufer Uli Calmbach von der DJK Gmünd, nachdem er im Vorjahr bereits einen hervorragenden neunten Rang erreichen konnte.
Der Start unter dem Jubel mehrerer Tausend Zuschauer ist abends in Chamonix. Jeder Läufer hat eine Mindestausrüstung mit Wetterschutz, Verpflegung und Stirnlampen mitzuführen. Es geht bei Nacht südlich um den Mont Blanc auf steilen, schwierigen Bergwegen über mehrere 2500 m hohe Pässe.
Uli Calmbach teilte sich das Rennen gut ein und lief die Nacht über mit verhaltenem Tempo. Vor allem bei den langen Bergauf-​Passagen konnte er ständig Läufer überholen, was natürlich besonders motivierend ist. Durch dichten Nebel an den hohen Cols herrschten anspruchsvolle, fast abenteuerliche Verhältnisse, die Orientierung war sehr schwierig.
Bei Tagesanbruch lag Calmbach bereits auf dem sechsten Rang des Teilnehmerfeldes — obwohl er nicht mit einer Verbesserung seiner Vorjahreszeit gerechnet hatte. Nachfolgende Schwächephasen mussten mit mentaler Härte überwunden werden. Bis zum letzten Viertel des Laufes — es ist immerhin noch ein Marathon mit 2500 Höhenmetern zu laufen– konnte er sich sogar auf den vierten Rang vorarbeiten. Beflügelt durch die unerwartet gute Platzierung und der super Zeit konnte Calmbach diesen bis ins Ziel halten. Sein großartiger vierter Gesamtrang (Zweiter der Altersklasse M 40/​50) wurde im Ziel in Chamonix von tausenden Zuschauern bejubelt. Mit seiner Zeit von 23:10 Stunden erreichte er ein Ergebnis unter den weltbesten Ultraläufern.
Bei dieser großartigen Veranstaltung werden alle Läufer mit begeistertem Applaus in Chamonix als Helden empfangen, auch wenn sie erst einen Tag später im Ziel ankommen. Immerhin knapp 60 Prozent aller Starter konnte die gesamte Strecke bewältigen, was für jeden einen persönlichen Sieg bedeutet. Ralf Knodel von der DJK Gmünd konnte in 34:27 Stunden eine gute Platzierung auf Rang 237 erreichen. Gesamtsieger wurde wie im Vorjahr das Ausnahmetalent Kilian Jornet aus Spanien, der mit 21:33 Stunden wieder einen unglaublichen Vorsprung von über einer Stunde auf den Zweiten herauslaufen konnte. Als erste Frau lief die Amerikanerin Kristin Moehl in 24:56 Std. einen neuen Streckenrekord.
 

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  1. Uli Calmbach
    Meine aller herzlichsten Glückwünsche. Sensationell !
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