Berufsorientierungswoche an der Bettringer Uhlandschule fand rege Resonanz
Groß war das Aufgebot an Fachkräften, breit das Spektrum der Beobachtungen, umfangreich das vorliegende Informationsmaterial und weitreichend die Folgen der Entscheidung.
SCHWÄBISCH GMÜND (wil). Für die Bettringer Uhlandschüler ging es kürzlich um nicht weniger als den Start in die Arbeitswelt, die Wahl des richtigen Ausbilungsplatzes. Vorträge und praktisches Tun wechselten sich ebenso ab wie nachzulesende Informationen und Computerrecherche. Die Achtklässler starteten in dieser Woche ihr wichtigstes Projekt, die Information über ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Erich Rathgeb von der ZF-Lenkungssysteme, einem traditionell nachgefragten Ausbildungsbetrieb, eröffnete die Info-Reihe mit speziellen Fragen zu seinen Ausbildungsberufen, aber auch zur allgemeinen Wirtschaftslage. Er machte den Schülern klar, worauf es den Betrieben ankommt, welche Rolle Mitarbeitsnoten spielen und wer sich gar keine Chancen auszurechnen braucht. „Die Hauptschüler haben durchaus gute Möglichkeiten, aber nur, wenn die Voraussetzungen stimmen“, so Rathgeb. Immerhin koste die Ausbildung den Betrieb eine beträchtliche Summe, und dieses Geld müsse man gezielt investieren. Ihre eigenen Kompetenzen konnten die Schülerinnen und Schüler dann mit dem Berufskatalog der Bundesanstalt für Arbeit eruieren und manche unrealistischen Vorstellungen über Bord werfen. Ein Besuch im Berufsinformationszentrum in Aalen mit Anette Pfefferle bot den Achtklässlern die Möglichkeit von Computersimulationen und mit einem neuen Programm wurden ihnen Berufsvorschläge erarbeitet.
Auch praktische Tests gehörten zum Angebot der Berufsorientierung
In Zusammenarbeit mit der PH und dem
BAW wurden die angehenden Azubis dann von Aicha Wolfs und Kurt Schaal verschiedenen praktischen Tests unterzogen und ihre Berufsfähigkeit in den Grundzügen ermittelt.
Genaues Arbeiten war ebenso gefragt wie räumliches Vorstellen, sauberer Umgang mit Materialien und ihre Motivation. Dauerhafte Handarbeit und gleichbleibendes Arbeitstempo setzten so manchen unter Stress und die Umsetzung von schriftlichen Arbeitsanweisungen machte einigen deutlich, wie wichtig Lesefähigkeit ist. Immerhin wurden diese Tests von erfahrenen Berufspädagogen entwickelt und werden auch von Betrieben angewandt.
Um hier erfolgreich sein zu können, wurden die Schüler abschließend mit Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch vertraut gemacht und mit einem zielgerichteten Zeitplan für die nächsten eineinhalb Jahre ausgestattet, damit einem erfolgreichen Berufsstart nichts im Wege steht.
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