Die Initiative von Stadtbrandmeister Bernd Straile hat einen sinnvollen Hintergrund /Bedingt auch fürs Rathaus geeignet
Voll als Floriansjünger eingekleidet sind ab sofort der OB und der 1. Beigeordnete der Stadt Schwäbisch Gmünd. Kein Gag, sondern sinnvolle Absicht.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Die Monturen mit speziell angefertigten Schriftzügen auf der Rückseite der Einsatzjacken sowie an den Helmen sorgten am Samstag unter den vielen Übungsbeobachtern und Teilnehmern der Tunnel-Alarmübung natürlich für ein großes Hallo. Auch Oberbürgermeister Richard Arnold wollte es zunächst kaum glauben, dass er jetzt eine persönliche Feuerwehrkluft besitzt. Er und auch sein Vize
Dr. Joachim Bläse freuten sich sehr über die Idee. Was der eine oder andere Schaulustige zunächst als Gag wertete, hat einen ernsten und sinnvollen Hintergrund. Der neue Stadtbrandmeister Bernd Straile hatte die Initiative zu dieser Dienst-Einkleidung seiner beiden obersten Chefs ergriffen. Er schildert unserer Zeitung Erfahrungen und Überlegungen: Bei seiner seitherigen Tätigkeit in Stuttgart oder zuletzt als Stadt– und Kreisbrandmeister im Nordschwarzwald habe er peinliche Situationen für Bürgermeister beobachtet, wenn diese Zivilisten bei Bränden oder anderen Schadensereignissen von unkundigen Polizisten oder Feuerwehrleuten an Absperrungen abgewiesen worden seien. So aber sei’s nun sofort auf den ersten Blick klar, dass es sich um Leute handle, die für wichtige Entscheidungen gebraucht werden und was zum Sagen haben. Und dazu handle es sich um eine Schutzausrüstung bei Wind und Wetter und auch gegen viele Unfallgefahren, die an Einsatzstellen immer lauern. Diese relativ neuen Feuerwehrjacken schützen mit ihrem speziellen Gewebe nicht nur gegen Regen und Kälte, sondern auch gegen Stichflammen. Durchaus also geeignet für Gemeinderatssitzungen. Denn da geht’s auch oft frostig oder auch hitzig zu. Die Finger haben sich beide Stadtoberhäupter ja schon öfters verbrannt. Und je näher die Landesgartenschau rückt, desto stärker rauchen jetzt auch die Köpfe.
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