Landgerichtspräsident Friedrich Unkel übergab Leitung des Gmünder Notariats gestern von Peter Kovács an Martin Mandry
„Sag zum Abschied leise Servus“ spielte Stadtkapellmeister Dietmar Spiller für den in den Ruhestand getretenen Leiter des Gmünder Notariats, Peter Kovács. Er wurde gestern von Landgerichtspräsident Friedrich Unkel verabschiedet und sein Nachfolger Martin Mandry ins Amt eingeführt. Von Manfred Laduch
SCHWÄBISCH GMÜND. Amtsnotare gibt es – parallel zu den freiberuflich wirkenden Notaren – in Deutschland nur noch in Baden-Württemberg; und auch hier nur noch bis
2018. Und das, obwohl der Landgerichtspräsident gerade dem Notariat Schwäbisch Gmünd und seinem über lange Jahre „dienstaufsichtsführenden Notar“ Peter Kovács bescheinigte, Garant für eine gute, bürgernahe Arbeit zu sein. Was auch durch die große Zahl der Besucher beim gestrigen Amtswechsel belegt wurde. Friedrich Unkel schilderte die eindrucksvolle berufliche Laufbahn, während der Peter Kovács in
46 Jahren an vielen Stationen vielfältige Aufgaben mit großem Einsatz und hohem Engagement wahrgenommen habe. Unter anderem war der Neu-Ruheständler auch eine Zeit lang in Gschwend tätig. Seit Juni
2001 hatte Kovács die Dienstaufsicht im Notariat Schwäbisch Gmünd inne. Keine leichte Aufgabe, wie der Landgerichtspräsident betonte – war doch die Behörde zu dieser Zeit noch auf drei Standorte im Stadtgebiet verteilt. Was nicht nur die Suche nach dem jeweils zuständigen Notar für die Bürger zur Herausforderung machte, sondern auch die Zusammenarbeit etwa in der Datenverarbeitung erschwerte. Kovács habe dennoch die Position des Notariats als bürgerfreundliche Institution gewahrt und ausgebaut. Und dabei sein großes Ziel eines gemeinsamen Standorts nie aus den Augen verloren. Im November
2008 war es so weit. Seither sind die Gmünder Amtsnotare im „Forum Canisium“ unter einem Dach vereinigt. In all der Zeit habe Peter Kovács rundum Respekt und Ansehen genossen.
„Der richtige Mann für die anstehenden Aufgaben“
Als „den richtigen Mann für die anstehende Aufgabe“ bezeichnete der Landgerichtspräsident den Nachfolger Martin Mandry. Er sei seit zwölfeinhalb Jahren Amtsnotar in Gmünd und verfüge über hervorragende fachliche Qualifikationen. Der Aufbau eines zentralen Grundbuchamts in Gmünd mit der notwendigen Digitalisierung der Akten werde von ihm und seinen Mitarbeitern viel Kraft erfordern. Bei alledem dürfe aber der Bürgerservice nicht leiden.
Namens der Stadt sprach Erster Bürgermeister Joachim Bläse ein Grußwort. Er erinnerte sich daran, als junger Rechtsanwalt im gleichen Haus gearbeitet zu haben, wie Peter Kovács – und er habe dabei vom Fachwissen des Nachbarn profitiert. Für die Zusammenführung der Notariate unter einem Dach dankte Bläse Kovács namens der Gmünder Bevölkerung. Und für die gute Zusammenarbeit namens der Stadtverwaltung – schließlich wickele man pro Jahr
250 bis
300 Beurkundungen miteinander ab. Falls er für den Ruhestand eine Aufgabe suche, könne er mit vielen Ideen zum bürgerschaftlichen Engagement dienen. Zur Berufung zum dienstaufsichtsführenden Notar sprach der Erste Bürgermeister Glückwünsche an Martin Mandry aus. Dessen zielorientierte Kompetenz habe er erst kürzlich bei der Gründung der Gartenschau–
GmbH bewundert.
Abschließend ergriffen kurz der scheidende und der neue Notariatsleiter das Wort. Kovács bedankte sich für das viele Lob; Mandry hoffte, die vielen Erwartungen und Wünsche auch erfüllen zu können.
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