Gestern Abend Neujahrsempfang der Stiftung Gold– und Silberschmiedekunst in Schwäbisch Gmünd im Hause Umicore
Die Gold– und Silberschmiedetradition Schwäbisch Gmünds wieder stärker in den Mittelpunkt des Interesses rücken will Oberbürgermeister Richard Arnold. Das erklärte er gestern Abend als Vorsitzender beim Neujahrsempfang der Stiftung Gold– und Silberschmiedekunst. Von Manfred Laduch
SCHWÄBISCH GMÜND. Für die Stiftung war dieser Empfang – uasi ein Forum für die Branche – eine Premiere. Sie fand im Casino der Firma Umicore statt, weshalb Geschäftsführer Thomas Engert die Gäste begrüßte. Er verwies auf die
122-jährige Geschichte des Unternehmens, das früher „
Dr. Walter
& Schmidt“ bzw. später Degussa hieß. Man produziere Chemikalien für den Edelmetallbereich und liefere in alle industrialisierten Länder. Jährlich werden zehn Tonnen Gold und mehrere Dutzend Tonnen Silber verarbeitet. Der Umsatz belaufe sich auf
240 Millionen Euro pro Jahr.
OB Arnold bedankte sich als Stiftungsvorsitzender bei Engert für die Gastfreundschaft. „Die Gold– und Silberstadt Gmünd lebt – auch wenn die Schilder am Bahnhof weg sind“, erklärte Arnold.
50 Betriebe habe die Branche in der Stadt – mit ganz unterschiedlichen Ausprägungen. Immer wieder werde er auf die hervorragende Präsentation vor einigen Monaten in der bundesweiten Branchenzeitschrift angesprochen.
Vieles in der Gmünder Industrie fuße nach wie vor auf der Handwerkstradition der Edelmetall-Branche. Diese habe auch die große Kreativität und Individualität in dieser Stadt geprägt. So zum Beispiel die Hochschule für Gestaltung, die Arnold „ein starkes Stück Gmünd“ nannte.
Er habe sich dieser Tage sehr über die Zusage des Landes gefreut, für die Hochschule große Teile des im Rahmen der Gartenschau-Planung beim Bahnhof zu erstellenden „Einhorn-Baus“ anzumieten. Die Stadt wolle ein guter Gesprächspartner für die Gold– und Silberschmiede sein, rief der OB den Gästen zu.
Ab
2011 soll es in Schwäbisch Gmünd wieder einen Stadtgoldschmied geben. Außerdem beginne man bereits, über das Jubiläum zum
25-jährigen Bestehen der Stiftung Gold– und Silberschmiedekunst
2013 nachzudenken. Man wolle dieses unter das Motto „Aus– und Weiterbildung“ stellen.
Diskutiert werde ein neuer Hochschul-Studiengang „Gold und Silber“. Das Museum im Prediger plane im Sommer eine große Silber-Ausstellung. Außerdem freue er sich schon auf die Schmuck-Aktionstage im Rahmen der Großveranstaltung „RemsTotal“, die im Mai mit Schwerpunkt in Schwäbisch Gmünd stattfindet.
Abschließend betonte auch Erster Bürgermeister Joachim Bläse (ebenfalls Mitglied des Stiftungsvorstands) die Bedeutung der Gold– und Silberschmiedeausbildung für Schwäbisch Gmünd. Die Gäste des Empfangs regte er an, auf eigens ausgelegten Karten ihre Anregungen zu übermitteln.
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