Knochenmark-Typisierungsaktion im Lorcher Gemeindehaus am 27. Februar
Es sind Aktionen, die mit einigem organisatorischem Aufwand verbunden sind. Nicht zuletzt benötigen sie einen publizistischen Radius: die Typisierungsaktionen der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Eine solche findet am 27. Februar in Lorch im Evangelischen Gemeindehaus statt.
LORCH
(rw). Im vergangenen Jahr führte die Deutsche Knochenmarkspenderdatei bundesweit
600 Typisierungsaktionen durch,
285000 potenzielle neue Knochenmarkspender ließen sich in die Datei aufnehmen. Mittlerweile gibt es in Deutschland
2,
1 Millionen registrierte Spendenwillige. Insgesamt wurden bislang
3500 Spender von Stammzellen und Knochenmark gefunden, mit denen Leukämiekranken geholfen werden konnte. Das sind große Zahlen, und die Aktion in Lorch könnte dazu beitragen, dass sie noch etwas größer werden.
Den Anlass zu dieser Aktion in der Klosterstadt geben mehrere Leukämie-Fälle in Lorch, sagt der evangelische Pfarrer Christof Messerschmidt. Die Schirmherrschaft haben der evangelische Dekan Immanuel J.A. Nau und Landrat Klaus Pavel übernommen.
Mit dabei sind das örtliche Deutsche Rote Kreuz und Stauferklinikum-Chefarzt
Dr. Jochen Riedel mit Studenten. Riedel leitet in Mutlangen die Kinder– und Jugendabteilung, er spricht pro Jahr von zwei bis fünf jungen Patienten, die an Leukämie erkrankt sind. Sensibilität für das Thema, so Schirmherr Landrat Klaus Pavel, werde häufig erst geweckt, wenn man eine persönliche Betroffenheit hat. Die ist in Lorch vorhanden: Es gab den Fall eines Kindes in der Krabbelgruppe, betätigen Kirchengemeinderätin Barbara Riehle und die Diakoniebeauftragte Waltraud Weingart. Aber noch weitere, Kinder wie Erwachsene, so Pfarrer Messerschmidt, „doch dieses eine Kind war der letzte Anstoß zu dieser Aktion.“
Im Ostalb-Landratsamt, berichtet Klaus Pavel, seien bereits zwei Mitarbeiter Spender geworden. Auch der Landrat hat sein Knochenmark typisieren und sich als potenzieller Spender in die Datei aufnehmen lassen. Wer sich typisieren lassen möchte, sollte zwischen
18 und
55 Jahre alt sein.
Er sei schon jenseits dieses Alters, sagte Dekan Nau bei der Vorstellung der Aktion am Montag im Lorcher Gemeindehaus — dafür beteiligte er sich mit einer Spende von
50 Euro daran. Denn diesen Betrag kostet die zur Typisierung nötige Blutuntersuchung. So kann man die Typisierungsaktion auf jeden Fall noch unterstützen, selbst wenn man nicht mehr im richtigen Alter ist.
Veranstalter hoffen auf
200 bis
300 Teilnehmer beim Termin in Lorch
Man hofft auf
200 bis
300 Teilnehmer in Lorch bei der Typisierungsaktion — ob sie nun zur Blutentnahme kommen oder Geld bar oder per EC-Karte spenden (Quittungen werden an Ort und Stelle ausgestellt). Dort, so der Schirmherr Immanuel J. A. Nau, habe man den Handlungsbedarf erkannt und werde aktiv. Das sei vorbildlich.
Die Typisierungsaktion selbst findet am Samstag,
27. Februar, von
10 bis
14 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus statt. DKMS-Spendenkonto:
KSK Ostalb,
BLZ
614 500 50, Nr.
1000 513 015.
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