Großer Andrang beim Exotischen Kochkurs der Volkshochschule Schwäbisch Gmünd mit Michael Heilmann
Schon probiert? Krokodil aus dem Wok, Elchburger auf Kartoffel-Broccoliragout, Springbockgulasch mit Ingwerspätzle oder Chili con Carne von der Python? Noch nicht? Gelegenheit dazu gab es am Montagabend beim VHS–Kochkurs „Ganz besondere Speisen und Gerichte“ unter Anleitung von Michael Heilmann.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). „Etwas gruselig“ findet eine Teilnehmerin die Vorstellung ja schon, in eine echte Riesenschlange zu beißen. Aber die Neugier und das Interesse überwog bei ihr und den anderen
15 Teilnehmern, die sich am Montagabend in der GEK-Küche eingefunden hatten. „Unter fachkundiger Anleitung Ungewöhnliches ausprobieren“ war der Tenor der Teilnehmer. „Einmal etwas kennenlernen, an das man sich sonst nicht traut“. Zu fremd sind die Gerichte, um sie allein zu Hause zu testen. Viele haben schon andere Kochkurse an der
VHS ausprobiert.
Der exotische Kochkurs aber ist neu. Eine Männergruppe ist dabei, die schon gemeinsam indisch und türkisch gekocht hat und nun „sehr gespannt“ auf Michael Heilmanns Rezepte ist. Eine Familie, Jugendliche, ein Ehepaar sind dabei. Eine buntgemischte Gruppe, die sich mit viel Spaß an die Arbeit macht. Michael Heilmann, gelernter Koch und Leiter einer Betriebskantine, hat zehn verschiedene Fleischsorten dabei. Alle wurden tiefgekühlt auf Trockeneis geliefert, von einem speziellen Anbieter für exotische Nahrungsmittel. Die Tiere stammen aus Kanada, aus Australien oder Afrika. Alle sind aus Farmen. Michael Heilmann brät die unterschiedlichen Sorten kurz mit Öl an. Ohne Gewürze, damit der Geschmack richtig zur Geltung kommt. Von der Antilope bis zum Zebra ist fast alles dabei. Die Teilnehmer testen und genießen und sind schon nach kurzer Zeit am Fachsimpeln. „Sehr lecker und zart“ findet die Runde das Fleisch vom Blesbock, Kamel kann ganz schön zäh sein. Sogar ein Stück Kobe-Rind hat der Kursleiter dabei. Tägliche Massagen und nur frische Kräuter machen das Rind so schmackhaft, aber auch so teuer. Bei einem Kilopreis von rund
120 Euro beschließen dann doch die meisten Teilnehmer, es bei dem einmaligen „Versucherle“ zu belassen.
Nur zum Essen ist aber keiner der Teilnehmer da. Deshalb hat Michael Heilmann für den zweiten Teil des Abends vier Rezepte mitgebracht. In der Kleingruppe gehen die Teilnehmer an die Arbeit. Unter der Anleitung von Heilmann duftet es bald in der ganzen Küche. Und: Die anfänglichen Bedenken wurden schnell ausgeräumt. Das Fleisch wurde bereits zerlegt und gesäubert geliefert und ist problemlos auch von Kochanfängern zuzubereiten. Eine ungewöhnliche Kombination geht das exotische Fleisch an diesem Abend ein. In Verbindung mit schwäbischen und deutschen Gerichten wie Spätzle oder Gulasch, bekommen diese eine ganz besondere Note. Und einen besondere Geschmack. Denn das gemeinsame Essen gehört zum Kurs selbstverständlich auch dazu.
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