Mitgliederversammlung der Züchtervereinigung Limpurger Rind in Schechingen Wieder auf die Slow-Food-Messe
Die Mitgliederversammlung der Züchtervereinigung „Limpurger Rind“ fand traditionell im Gasthaus Ochsen in Schechingen statt. Das Züchterjahr 2009 war nicht gerade einfach, so der Vorsitzende Werner Ehmannn in seiner Nachlese zu den züchterischen Veranstaltungen im vergangenen Jahr.
SCHECHINGEN (en). Ehmann konnte wieder von einer Vielzahl von Veranstaltungen berichten, bei denen die Züchter mit ihren Limpurger Rindern vertreten waren: Slow-Food-Messe im April
2009 in Stuttgart, bei der sie bereits zum dritten Mal waren, zweimal auf der neuen Messe und einmal auf dem Killesberg. Am
24. Mai wurden beim Schautag bedrohte Haustierrassen im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen vorgestellt. Am selben Tag war der Mannheimer Maimarkt. Am
12. Juli war traditionelles Züchtertreffen und Grillfest auf dem Riedhof. Ehmann: „Wenn die Möglichkeit besteht, zeigt eure Tiere.“ Seit
10. Dezember ist die Züchtervereinigung online präsent. Im Mittelpunkt stehen neben der Beschreibung der Rinderrasse Hinweise auf und Berichte von Aktivitäten der Züchtervereinigung Limpurger Rind. Geplant ist hier eine Seite mit den zum Verkauf angebotenen Limpurgern. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Projekt „Rasseerhalt durch Aufessen“ — hier sind Bezugsmöglichkeiten für Fleisch aufgeführt.
Jürgen Holl legte seinen Kassenbericht vor mit einem leichten Minus, mit verursacht durch die Erstellung der Internetseite. Die Prüfer Rolf Friedel und Manfred Regele bestätigten Jürgen Holl eine einwandfrei geführte Kasse. Der Rechner und die Vorstandschaft wurden auf Antrag von Karl Gebhard einstimmig entlastet. Zuchtleiter Dieter Kraft zeigte zunächst ein historisches Bild eines Limpurger Rindes aus Holzleuten, ein sehr sauberes Tier, mit sehr feinem Beinwerk.
2009 hatte die Züchtervereinigung
420 Kühe im Vergleich dazu
414 im Jahr
2008, in
84 Betrieben und mit
137 Gesamtmitgliedschaften. Zur Entwicklung der Erstbesamung gab er für
2007 432 Tiere,
2008 457 und
2009 437. Als Spitzenleistungen wurde mit
7345 Litern die Kuh
51 mit Vater Herdan von der Familie Schmid, mit
6939 Litern die Kuh Blume mit Vater Halmit von der Familie Holl, mit
6754 Litern die Kuh Moni mit Vater Heinrich von der Familie Weller und mit
6584 Litern die Kuh Lola mit Vater Herzram vom Schulbauernhof genannt. Als
100 Tage-Leistungen der Limpurger Jungkühe im Kontrolljahr
2008/
2009 nannte Kraft die Kuh Eger mit
2470 Milch-kg von der Familie Rinn, die Kuh Loma mit
2418 Milch-kg von der Familie Raab und Tina mit
2392 Milch-kg von der Familie Holl. Zu den Tierverkäufen meinte er, Zuchtverbandsmitglieder sollten Zuchtverbandstiere über den Verband vermarkten.
Zum aktuellen Stand zur Diskussion der Hornlosigkeit stellte Kraft fest: Sie ist möglich auch mit geringem Fremdblut nach mehreren Generationen. Als Gegenargumente wurde genannt: „Sind das noch Limpurger ohne Hörner?“ und das Problem der Inzucht.
Bei den Wahlen konnte Gottfried Winter für Rolf Friedel als Kassenprüfer nachrücken. Bestätigt in ihrem Amt konnte
1. Vorsitzender Werner Ehman, sein Stellvertreter Josef Holl, die Beiräte Jürgen Holl, Martin Kraus, Martin Munz, Gerhard Rieger, Xaver Schmid, Albrecht Schupp, Gerhard Vogel und Gottfried Winter.
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