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» Sport | Montag, 01. Februar 2010

Volleyball, Regionalliga: DJK lässt die Chancen auf einen Heimsieg gegen Allianz II aus und verliert mit 1:3

Die Volleyballdamen der Gmünder DJK verloren am Sonnabend das Duell in der Straßdorfer Römersporthalle gegen die Gegnerinnen aus Stuttgart mit 1:3. Dabei hatten sich den Gastgeberinnen durchaus Chancen geboten, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Allein, es fehlt der DJK die Konstanz, um solche Spiele zu gewinnen. Von Matthias Bolsinger

„Wäre das Spiel mit 0:3 ausgegangen, dann hätte man beim Betrachten des Ergebnisses meinen können, das wäre eine ganz klare Sache gewesen“, schmunzelte ein Schiedsrichter nach der Partie gegenüber Victoria Blesch. Der Allianz-​Mannschaftsführerin blieb nichts anderes übrig, als schulterzuckend zuzustimmen. Tatsächlich sah der DJK–Anhang am Samstagabend ein ganz anderes Aufeinandertreffen, als es sich noch beim Hinspiel geboten hatte.
Forsch und aggressiv gestaltete die DJK den Spielbeginn und bereitete der zweiten Garnitur des Stuttgarter Bundesligisten mächtige Probleme. „Anders als beim Hinspiel hat Gmünd ins Spiel gefunden, während wir anfangs nicht die Dominanz von damals zeigen konnten“, kommentierte Allianz-​Trainer Daniel Riedl lobend die Gmünder Leistung. Auch wenn die Angriffe der Gastgeberinnen nicht immer gleich den gewünschten Erfolg brachten, schenkte die Allianz der Feistritzer-​Truppe oft noch eine zweite Chance. Die DJK führte im ersten Satz mit 19:12, als Riedl bereits zum zweiten Mal an seine Schützlinge in einer Auszeit dazu appellierte, einfach von Punkt zu Punkt zu denken – mit großem Effekt. Die Allianz stabilisierte sich, während auf der anderen Seite des Netzes den Gmünderinnen mehr und mehr Missgeschicke unterliefen. Beim 22:22 war das DJK–Polster endgültig aufgebraucht. Einen Matchball konnte in der Folge durch Miriam Tischer noch abgewehrt werden, ehe ein Annahmefehler den 24:26-Satzverlust besiegelte.
Im zweiten Satz dasselbe Bild: Die DJK zog schnell davon, führte mit 5:0, Daniel Riedl musste seine Spielerinnen wieder aufrütteln. Doch wieder gaben die Gmünder Volleyballerinnen den Vorsprung aus der Hand und ließen die Allianz gewähren. Beim Stand von 13:15 tauschte Riedl dann sein gesamtes Team aus. Was zunächst nach einem skurrilen Schachzug aussah, erwies sich nicht als falsch. Zwar verloren die Gäste zunächst an Fahrt, profitierten aber weiterhin von DJK–Unkonzentriertheiten und entschieden auch den zweiten Satz mit 26:24 für sich. „In den entscheidenden Momenten haben wir einfach nicht punkten können“, sagte Julia Hartwich und stimmte damit mit ihrer Trainerin Carmen Feistritzer überein, die zugestand: „Es fehlen bei uns Cleverness – und Konstanz.“
Mit einer Mischung aus Pech und Unvermögen gab die DJK auch im dritten Satz einen Fünf-​Punkte-​Vorsprung zunächst aus der Hand. Die Gäste, bei denen der Coach nach und nach die ursprünglichen zwei ebenbürtigen Teamblöcke vermischte, spielten entspannt gegen eine oft ungeordnete DJK auf, haderten aber mit zunehmender Satzdauer mit dem Schiedsgericht mehr als mit ihren Eigenfehlern. Gmünd dagegen blieb weiter am Ball und sicherte sich in einem erneut umkämpften Satz den 26:24-Sieg.
Doch damit war’s das für die DJK. Im vierten Durchgang dominierte Stuttgart und zwang den Gastgeberinnen – zur Freude des Trainers – ihr Spiel auf. Ina Strittmatter auf Seiten der Gäste schmetterte ihr Team von Punkt zu Punkt, der DJK blieb nur das Nachsehen. Deutlich, mit 25:13, entschied der Tabellenzweite der Regionalliga den vierten und letzten Satz für sich. Der Kampfgeist der DJK erlosch dabei aber nie, was deren Trainerin Carmen Feistritzer versöhnlich und zufrieden stimmte: „Ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft“, befand sie nach dem letzten Ballwechsel.
 

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