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» Ostalbkreis | Mittwoch, 10. Februar 2010

Der Krankenhausausschuss des Ostalbkreises tagte: Frühchen unter 1250 Gramm kommen nach Gmünd

andrat Pavel geht nach wie vor davon aus, dass der Neubau der Frauenklinik des Ostalbkreises noch in diesem Jahr beginnt. 15,4 Millionen Euro soll er nach den aktuellen Plänen kosten.

OSTALBKREIS (gäss) — „Wir kommen zu 99,5 Prozent ins Krankenhausausbauprogramm des Landes“, ist Landrat Klaus Pavel überzeugt. Dennoch sei der Neubau der Frauenklinik eine finanzielle Herausforderung, weshalb er die Kosten für den Kreis auf 9,72 Millionen Euro limitieren will. Pavel rechnet mit 15,4 Millionen Euro. Gesamtkosten, wenn die Entwürfe umgesetzt werden, die Klinikdirektor Axel. Janischowski jetzt vorgestellt hat.
Über den Haupteingang sollen Besucher und Patienten in die Frauenklinik gelangen. Ursprünglich war eine Magistrale als Erschließungsachse geplant, aber sie ist aus Kostengründen gestrichen. In Ebene 4, die auf gleicher Höhe liegt wie der Zentral-​OP, ist die Station vorgesehen, in Ebene 3 der Kreißsaal samt Entbindungsstation. Ebene 2, so zeigen die Pläne, erhält Ambulanz und Intensivstation sowie direkte Verbindungen zur Kinderklinik und zur Frühchenstation. Außerdem soll auf der Rückseite die Notaufnahme für Schwangere mit Wehen entstehen. Ebene 1, der Keller, ist der Haustechnik vorbehalten. Das Gebäude bekommt zwei Aufzüge, ein Treppenhaus und Gemeinschaftsbalkone auf den zwei oberen Ebenen.
CDU–Kreisrätin Uschi Barth spricht vom „Freudentag“, die Gesamtkosten seien aber ein Wermutstropfen. Gerhard Böhm (SPD) bezweifelt, dass sich die Kosten für den Kreis limitieren lassen. Der Neubau sei kein Luxusvorhaben, sondern fällige Ersatzinvestition, betont Aalens OB Martin Gerlach (Freie Wähler). „Wir müssen das machen, weil das Seitherige nicht mehr zeitgemäß ist“, sagt Volker Grab (Grüne). Der Neubau der Endoskopie (Kosten: 3,4 Millionen Euro) und die Sanierung des Altbaus aus dem Jahr 1964 (zwei bis drei Millionen Euro) sind nicht eingerechnet. Dafür fordert das Sozialministerium eigene Anträge.
Die Stauferklinik und das Ostalbklinikum wollen ein kooperatives Perinatalzentrum gründen. In Aalen sollen künftig Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von 1250 bis 1499 Gramm versorgt werden, in Mutlangen Frühgeborene von unter 1250 Gramm.
Die nächsten Perinatalzentren gibt’s erst in Ulm, Stuttgart oder Augsburg. Klinikdirektor Axel Janischowski tritt auf die Euphoriebremse: Man müsse den Kooperationsvertrag erst gegenüber den Kostenträgern – also den Krankenkassen — durchsetzen.
 

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