Stadtverwaltung verspricht regelmäßige Bürgerinformationen zu den einzelnen Gartenschau-Bauabschnitten
Schon nach zwei Tagen Baumfäll– und Auslichtungsarbeiten im zukünftigen Gartenschaugelände haben sich einige Perspektiven verändert. Die Stadtverwaltung kündigte eine weitere Offensive an, um die Bürger über die Baumaßnahmen zu informieren.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Nicht wenige Bürger stehen seit Montag doch sehr erschrocken an den zusehends kahler werdenden Uferböschungen von Rems und Josefsbach. Auf der ersten Blick ist es ja auch eine Widersinnigkeit, wenn große und schöne Bäume, die über Generationen hinweg das Stadtbild prägten, zugunsten der Landesgartenschau gefällt und zersägt werden. Doch es führt wohl kein Weg daran vorbei, zunächst altes Gehölz zu entfernen, damit die Stadt ab
2014 richtig aufblühen kann.
Wie die Stadtverwaltung bereits in verschiedenen Presseverlautbarungen erklärte, werde die Kahlschlagsflächen am Remswehr dringend benötigt, um dort die neuen Brücken (Fehrlesteg und Fortsetzung des Gamundia-Boulevard) zu errichten. Was wieder Voraussetzung ist, damit der alte Kreuzungs– und Brückenbereich der heutigen B
29 abgerissen und zum angestrebten Gartenschau-Stadtpark verwandelt werden kann. Auch wird im Bereich der Rodungsflächen am Fehrleparkhaus die Rems verbreitert und renaturiert. Auch am Josefsbach wird kräftig ausgeforstet. Dort müssen — übrigens unabhängig von der Landesgartenschau — die sichtlich maroden Uferbefestigungen aus Beton dringend saniert und gleichzeitig der Flusslauf gleichfalls wieder naturnah hergerichtet werden.
Weiteres angestrebtes Ziel: Freilegung, Renovierung und Teilrekonstruktion der aus dem Spätmittelalter stammenden Stadtmauer mit Zwingeranlage vor dem Fünfknöpflesturm. Auch die historische Bogenbrücke, die sogar Steinmetzzeichen aus der Periode des Münsterbaus aufweist, soll sichtbar und ein Schmuckstück der Gartenschau werden. Wie Markus Herrmann, Pressesprecher der Stadtverwaltung gegenüber der Rems-Zeitung zum Ausdruck brachte, sei es den Verantwortlichen im Rathaus sehr wohl bewusst, dass in nächster Zeit sehr große Veränderungen im Zuge des Stadtumbaus und der Gartenschaugestaltung stattfinden werden. Es sei daher bereits beschlossene Sache, diesen Prozess mit einer weiteren Informationsoffensive zu begleiten: Schritt für Schritt sollen die einzelnen Arbeitsabschnitte im Rahmen von regelmäßigen Bürgerinformationen erklärt und somit gemeinsam mit der Bevölkerung eingeleitet und durchgeführt werden.
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