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» Ostalbkreis | Freitag, 12. Februar 2010

Schmotziger Donnerstag in Bartholomä: Die Hexen tanzten Schritt um Schritt, der Schultes tanzte eifrig mit

Heringspräsident Ernst Kopp stand einsam und verlassen am Fenster des Bartholomäer Rathauses blickte suchend umher, nach drinnen und nach draußen, denn die Albuchhexen, angeheizt von den Bäraberg-​Schiddlern und den Birkenschnalzer-​Guggen, kamen dem Rathaus schon bedenklich nahe und weit und breit war von Bürgermeister Thomas Kuhn nichts zu sehen.

Bartholomä (wos). Er habe einen Termin in Stuttgart. Hieß es in der Runde. Die Guggen spielten und die Hexen tanzten ums Feuer, doch eine, die hinkte und wurde bald auch ob ihrer Größe als Bürgermeister enttarnt. So stürmten die Albuchhexen das Rathaus und nahmen den Schultes gleich mit hinein, um ihm für die närrischen Tage die Macht zu entreißen. Der Blick zurück brachte Manches an des Tag. Was die Hexen so beobachtet und aufgeschrieben haben, das verkündete Oberhexe Manu lauthals vom Rathausfenster: „Im Mai war beim JOB do dronda was los, die KJG hot 72 Stond gschafft ganz groß. Au dr Hering hat die Aktion kostenlos unterstützt, bloß dr Schultes hat mit seine Hend en dr Hos nex gnützt. Der Mann isch sonscht doch gar net ohne – wahrscheinlich fehlt im bloß dr blaue Done“. Sagte es und steckte den Bürgermeister in einen Arbeitsanzug. Der gab den Hexen noch den Tipp, sie sollen sich suchen lieber einen Scheich, denn im Rathaus würden sie nicht reich. Die Guggen heizten der Straßenfasnet noch ordentlich ein, obwohl den Konfetti die Farbe ausgegangen war und dafür um so mehr vom Himmel fielen, dass der Bürgermeister noch mutmaßte, die Albuchhexen seien nicht nur kreuz und quer, sondern auch noch zu hoch geflogen und hätten sich dabei mit Frau Holle verbündet. Doch schließlich waren die Albuchhexen, wie alles närrische Volk, froh als die Machtübernahme geglückt und man sich in den Hexenkessel beim Sternwirt und andere Wirtshäuser zurückziehen konnte.
 

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