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» Ostalbkreis | Sonntag, 14. Februar 2010

Pfarrer Schiek leitete in Hönig eine Probe mit Weinen aus dem heiligen Land

Im stilvoll dekorierten Dorfhaus in Hönig veranstaltete das ökumenische „Kreuz-​und-​Quer-​Team“ der evangelischen Kirchengemeinde Ruppertshofen eine ganz besondere Weinprobe. Schon bald gab es nur noch wenige freie Plätze zu ergattern

RUPPERTSHOFEN-​HÖNIG (pm). Nach dem „swingigen Gospel“ „Come and let us sing“, das vom CCR unter der Leitung von Jutta Nagel als Einstimmung vorgetragen wurde, begrüßte Pfarrer Stephan Schiek die Gäste ganz herzlich. Er freute sich, dass trotz der widrigen Straßenverhältnisse so viele den Weg nach Hönig ins Dorfhaus gefunden hatten. Es sollten einmal ganz besondere Weine — Biblische Weine — vorgestellt und gekostet werden.
Was wäre eine solche Weinprobe aber ohne fachkundige Leitung. Diese übernahm gekonnt Pfarrer Stephan Schwarz aus Großdeinbach, dem das Wissen über die edlen Tropfen, als Sohn einer Winzerfamilie, quasi in die Wiege gelegt wurde.
Immerhin gab es über drei Rotweine, einen Rosewein, drei Weißweine und einen Dessertwein viel Wissenswertes zu erzählen und den Charakter der Weine und einige Eigenarten zu beschreiben.
Während der erste Rotwein, ein 2007er Shiraz vom Weingut Barkan aus der Region Samson (Galiläa), ausgeschenkt wurde, beschrieb Pfarrer Schwarz die Besonderheiten der Anbauregion und des Weingutes. Nach der keinesfalls „trockenen Theorie“ durften die Gäste jetzt aber noch nicht ihre Kehlen befeuchten. Nein, erst sollten sie die Farbe und die Klarheit des Weines prüfen. Danach durfte man immerhin schon an dem edlen Tropfen riechen. Beeren, Waldbeeren, Heidelbeeren, das sich entwickelnde Aroma beim Schwenken des Glases konnte immer weiter eingegrenzt werden und dann durfte man endlich seinen Gaumen mit dem edlen Tropfen verwöhnen. Vollmundig, fruchtig, wenig Säure, um nur einige Charaktere aufzuführen, die den Gästen dann beim Trinken auffielen.
Nun blieb Zeit, um den eingeschenkten Wein zu genießen und sich auch die israelischen Köstlichkeiten schmecken zu lassen, die auf den Tischen bereitstanden. Es gab verschiedene Brot– und Käsesorten, dazu Falafel und Humus.
Der verkostete Wein stammte aus drei verschiedenen Regionen: Galiläa, Libanon, Judäa und sechs verschiedenen Weingütern, wie Pfarrer Schwarz anhand einer Landkarte erläuterte.
Neben Gesangseinlagen des CCR las Pfarrer Stephan Schiek immer wieder einige Texte und Bibelstellen zum Thema Wein und Bibel vor. So stellte er die Frage, zu welcher Religion der Wein wohl am besten passe, und gab die Antwort: „Der Wein ist jüdisch, denn sein Rebstock wird jedes Jahr beschnitten. Der Wein ist calvinistisch, denn er wirkt sehr aufklärend. Der Wein ist evangelisch, denn „sein ist alle Kraft und Herrlichkeit.“ Der Wein ist katholisch, denn er macht so redselig.“
Nachdem die verschiedenen Weine gekostet waren, lud der CCR die Gäste zum Abschluss ein, Lieder aus Israel gemeinsam mit anzustimmen.
Für die Gäste aus Ruppertshofen war ein Fahrdienst organisiert, so dass alle Gäste nach diesem interessanten und sehr gelungenem Abend einen sicheren Nachhauseweg hatten.
 

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