Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 16. Februar 2010

Gmender Gassafetza waren bei der Migros-​Gugge-​Explosion in Lörrach mit dabei und hatten viel Spaß

Vier Bühnen und eine Riesen-​Gaudi: Bei der neunten Migros-​Gugge-​Explosion am Samstag in der Innenstadt von Lörrach gaben 30 Guggemusiken aus der Schweiz, aus dem Schwabenland und aus dem Kreis Lörrach nicht bloß den Takt an, sondern auch ein kunterbunt-​närrisches Bild: ein berauschendes Fest der Farben und Töne.

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Mitten unter ihnen zum ersten Mal die Gmendr Gassafetza. Trotz frostigen Wetters kamen Tausende Zuschauer und machten vor vier Bühnen in der Innenstadt so richtig Party. Alles was Beine hatte, schwang in einem Rhythmus, wippte und schunkelte. Aus Schwäbisch Gmünd waren in diesem Jahr zum ersten mal die Gmendr Gassafetza eingeladen, sie heizten den Zuschauern als Indianer mit farbenprächtigem Federschmuck etwa mit dem Vorjahreshit „Jungle drum“ kräftig ein. Ein echter Farbtupfer in der Menge der mystisch und oft dunkel gewandeten Guggen. Die Gassafetza trotzten der Kälte, indem sie „I’m walking on sunshine“ in den wolkenverhangenen Himmel schmetterten und die Zuhörer durch ihre Dynamik und Bewegung begeisterten.
Wie in Schwäbisch Gmünd beim internationalen Guggenmusiktreffen erhalten alle Musiker ein „Rundum-​Sorglos-​Paket“, das nicht zuletzt zur großen Attraktivität des Events beiträgt. Die beiden Betreuerinnen Momo und Nicole, Mitglieder der Lörracher Narrengilde, übernahmen die Betreuung der Gassafetza selbstlos, ja bis zum Morgengrauen in unübertrefflicher Weise. Gegen Abend wechselten Publikum und Atmosphäre. Als es dämmerte, standen die Besucher mit Fackeln Spalier, während sich die alle 30 Guggenmusiken in einem Guggencorso in Richtung Marktplatz bewegten, wo die große Party beim Guggenkonzert noch bis Mitternacht weiterging. Nach dem letzten Bühnenauftritt auf dem Marktplatz hatten die Gassafetza Zeit, um alte und neue Freundschaften zu anderen Gruppen zu pflegen.
Am nächsten Morgen hieß es aufstehen und erneut schminken, denn die Lörracher Narrengilde rief zum großen Lörracher Narrenumzug mit 109 teilnehmenden Gruppen auf. Noch vor dem Umzug war der erste Bühnenauftritt zum „Warmspielen“ angesagt. Pünktlich um 14 Uhr startete der Gaudiwurm. Eine bunte Mischung aus Narrengilden, Zünften, Hexen, Wägen, und natürlich Guggenmusiken wandten sich durch die Straßen und Gassen. Die Zuschauer badeten in einem Konfettiregen sondergleichen, manch ein Gast rächte sich, indem er Aktiven das Konfetti wieder in die Instrumente zurückwarf. So hatten die Gmendr Gassafetza nicht nur gute Stimmung und riesigen Spaß, sondern auch noch Konfetti als Heimbringsel in ihren Instrumenten und Kostümen.
Stolz ob der gewonnen Sympathien und mit der Aussage des Narrengildemeisters „Man sieht sich wieder“ fuhren die Gassafetza müde nach Hause.
 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen