Bundestagsabgeordneter Norbert Barthle: Ich begrüße die Bahn-Entscheidung
Deutsch statt Denglisch bei der Bahn. Über die Entscheidung zeigt sich gewiss nicht nur Bundestagsabgeordneter Norbert Barthle glücklich.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). „Über einige Entscheidungen der Deutschen Bahn AG in den letzten Jahren konnte man durchaus geteilter Meinung sein, doch die Ankündigung des Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Grube, künftig in der Außendarstellung der Deutschen Bahn weitgehend auf Anglizismen zu verzichten, begrüße ich ausdrücklich“, freut sich der
CDU–Bundestagsabgeordnete Norbert Barthle in einer Pressemitteilung. Er selbst habe der unnötigen Sprachpanscherei schon seit Jahren den Kampf angesagt, so der Politiker, und sei mit der Entscheidung der Bahn hochzufrieden.
Barthle: „Der neue Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat den Anfang gemacht. In seinem Haus heißt das „Travel Management“ künftig wieder „Reisestelle“, statt „Task Forces“ arbeiten dort jetzt wieder „Projektgruppen“. Dass die Bahn jetzt nachzieht, ist klasse.“ Nach Aussage des Bahnchefs Grube soll es künftig wieder „Fahrkarte“ statt „Ticket“ und „Schalter“ statt „Counter“ heißen. Der „Handzettel“ soll wieder den „Flyer“ ersetzen, die „Service-Nummer“ tritt an die Stelle der „Hotline“. Lediglich eingeführte Markenbezeichnungen wie „Intercity“ oder „Bahncard“ sollen von der Neuregelung ausgenommen werden. „Nicht umsonst wurde Grubes Vorgänger Mehdorn
2007 zum ‚Sprachpanscher des Jahres’ ernannt, die Bahn war in ihrem Denglisch-Wahn weit über das Ziel hinausgeschossen“, so Barthle.
„Doch die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium haben hoffentlich nur den Anfang gemacht. Jetzt müssen andere Behörden und öffentliche Institutionen diesem Schritt folgen.
Es ist auch eine Frage der „Selbstachtung“, als deutsche Behörde auf unverständliches Kauderwelsch zu verzichten“, so Norbert Barthle.
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