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Donnerstag, 18. Februar 2010
Leichtathletik-Kreistag in Ellwangen — Kritik an der neuen Fehlstart-Regelung geht weiter
Die Ostalb setzt Zeichen in der Leichtathletik: Der Kreisverband steht an der Spitze im Land, die Jugendförderung in den Vereinen und die Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen ist vorbildlich, stellten der Vizepräsident des WLV, Fred Eberle, und andere Gäste beim Kreistag in Ellwangen fest.
Für den Württembergischen Leichtathletik-Verband (WLV) erklärte Fred Eberle (Gmünd), sei der Ostalbkreis einer der wichtigsten Kreise überhaupt im Land. Besonders beachtenswert seien die Leistungen der Mannschaften U
18, U
20 und U
23 — es gebe viele Nachwuchshoffnungen auch mit Blick auf die Deutschen Jugendmeisterschaften
2011 in Ulm. Und allgemein sei die Identifikation im Kreis mit den Leichtathleten „mehr als spürbar“. Noch näher müsse man beim Thema Kooperation zwischen Schulen und Vereinen zusammenrücken, sagte Manfred Pawlita. Für den Sportkreisvorsitzenden ist der Ostalbkreis „ein Vorbild“ bei Kooperationen. Er überreichte dem Kreisverband einen Scheck über
300 Euro.
Ein Thema aber beschäftigte die Delegierten an diesem Nachmittag besonders: Die neue Fehlstartregel. Schon im Schülerbereich (M/W
14) sollen alle Athleten, die einen Fehlstart produzieren, sofort disqualifiziert werden. Dies traf bei allen Vertretern des Kreises und der Vereine auf großes Unverständnis. Der bereits vor einiger Zeit angemeldete Protest aus dem Kreis (die RZ berichtete) wird fortgesetzt. Der WLV steht dahinter, sagte Fred Eberle und will eine nochmalige Prüfung der DLV-Regeln veranlassen, denn vieles sei einfach nicht durchdacht.
LG–Staufen-Funktionäre, unter anderem Jutta Bryxi, forderten zum weiteren Handeln in schriftlicher Form auf. Denn nur die Masse der Proteste könne etwas bewirken.
WLV-Lehrwart Fred Eberle erinnerte danach an sportliche Erfolge von WLV-Athleten. Dies seien die Früchte der hervorragenden Arbeit der Funktionäre: „Sechs WLV-Athleten waren in Berlin, In Kaunus gab es für einen WLV-Athleten einmal Bronze.“ Doch Eberle forderte die Vereine auch zu noch engerer Zusammenarbeit auf. Ausschlaggebend für den Erfolg der Jugend sei eine gute Lehrarbeit, denn die Leichtathletik habe einen Ruck in Richtung Pädagogik gemacht. Auch Sportkreisvorsitzender Manfred Pawlita nannte die Kooperation zwischen Schule und Verein als wichtigen Aspekt.
Die nächsten Termine sind der Fortgeschrittenenkurs für Kampfrichter am
26. März um
19 Uhr in Gmünd und die erste Regionalmeisterschaft auf der Ostalb am
27. Februar ebenfalls in Gmünd.
Bei den Wahlen wurde kein neuer stellvertretender Vorsitzender gefunden, der Vorsitzende (Peter Seidel) stand in diesem Jahr nicht zur Wahl. Ohne Gegenstimme wurden folgende Funktionäre in ihren Ämtern bestätigt: Fred Eberle (Lehrwart), Thomas Weinöhrl (Schülerwart), Wilfried Fleck (Sportwart), Peter Seidel (Pressewart), Rainer Geißinger (Kassenprüfer), Karl Heinz Borsodi (Senioren– und Breitensport) sowie Brigitte Scheloske (Statistik).
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