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» Ostalbkreis | Dienstag, 02. Februar 2010

Empfang im Dorfhaus für die ehemalige Ortsvorsteherin Rosemarie Wruck zum 70. Geburtstag

Die Lorcher SPD ehrte am Sonntag Rosemarie Wruck zu ihrem 70. Geburtstag mit einem Empfang im Waldhäuser Dorfhaus.

LORCH (rv). SPD–Ortsvereinsvorsitzender Rolf Voigt begrüßte die Gäste und überbrachte der Jubilarin die Glückwünsche des Ortsvereins. Dabei sagte er Dank für die Warmherzigkeit, die Menschlichkeit und das authentische Auftreten, das Rosemarie Wruck in ihren zwanzig Jahren als Ortschaftsrätin und in ihren Jahren als Waldhäuser Ortsvorsteherin ausgezeichnet hat. Der Lorcher Bürgermeister Karl Bühler überbrachte die Glückwünsche der Stadt Lorch und erinnerte in seinem Grußwort an das unermüdliche Engagement, das Rosemarie Wruck für ihr Waldhausen aufgebracht habe. Er könne beim Anblick der Jubilarin eigentlich gar nicht glauben, dass es sich wirklich um einen 70. Geburtstag handeln soll.
Für den Ortsverband der Vereine aus Waldhausen, Weitmars und Rattenharz überbrachte deren Vorsitzender, Heiko Cammerer, die Geburtstagsglückwünsche. Heiko Cammerer hob die Verdienste hervor, die Rosemarie Wruck für die Förderung des Vereinslebens in der Ortschaft Waldhausen hatte. Insbesondere sei ihr Name mit der Verwirklichung des Dorfhauses als kulturellem Mittelpunkt der Ortschaft verbunden.
Der SPD–Fraktionsvorsitzende Manfred Schramm, der durch das Programm führte, würdigte in seinem Beitrag vor allem die Herzenswärme und die Bescheidenheit, für die Rosemarie Wrucks Amtsführung gestanden sei und überreichte als Geschenk der SPD ein Bild des langjährigen Weggefährten und Künstlers Hans Kloss mit Waldhäuser Ansichten.
Die Laudatio auf die Jubilarin hielt dann Andrea Bühler in schwäbischer Versform. Andrea Bühler war lange Jahre gemeinsam mit der Jubilarin Waldhäuser Ortschaftsrätin gewesen, konnte so die kommunalpolitische Lebensleistung der Jubilarin aus eigener Anschauung würdigen und würzte dies mit einer gehörigen Portion Humor. Andrea Bühler erinnerte beispielsweise an den Einsatz von Rosemarie Wruck für die Ortsbücherei mit den Worten: „Gedankt sei’s, dass wir Rose hatten, vor allem uns’re Leseratten, die brauchten hier die Bücherei – hey, ohne Rose wär’s vorbei!“
Auch viele andere, oft sogenannte Kleinigkeiten, für die sich Rosemarie Wruck stark gemacht und engagiert hatte wurden beschrieben. So reimte Andrea Bühler zur Bürgerbeteiligung in Selbstinitiative von Rosemarie Wruck zum damals heiß diskutierten Thema Vorstadtbrunnen: „Und wenn’s ihr allzu schleppend geht, sie eigens ihre Runden dreht, ich sag nur Vorstadtstraßenfest: Einhundertvierzig Mal der Brunnentest!“ Andrea Bühler ließ noch viele weitere Stationen der Waldhäuser Geschichte Revue passieren, an denen auch Rosemarie Wruck Anteil hatte. Zum Beispiel den Kampf der ganzen Ortschaft gegen die 1993 in Plüderhausen geplante Mülldeponie.
Rosemarie Wruck ließ es sich nicht nehmen zu danken, für alles, was sie erleben durfte. In Waldhausen geboren habe sie noch eine ganz andere Kindheit erlebt und hatte dem Publikum zwei Bilderbücher aus ihren Kindertagen mitgebracht, deren Geschichten sie in ihrem Leben auch geprägt hätten. Nach dem ihre Kinder größer waren, habe sie sich 1980 auf das Abenteuer Ortschaftsrat eingelassen und hatte zunächst gar nicht bedacht, dass sie als einzige Frau unter lauter Männern im Gremium sitzen würde. Am Anfang sei es gar nicht so einfach gewesen, Gehör zu finden. Dies habe sich bald geändert. Durch die Umstände sei sie dann dazu gekommen, die Funktion der Ortsvorsteherin auszuüben und habe sich nach Kräften für die Ortschaft engagieren können. Heute sei sie dankbar, für den Kontakt zwischen den Generationen, wie sie ihn im Umfeld und zu den eigenen Enkeln erleben dürfe.
Der Empfang wurde musikalisch einfühlsam umrahmt von Carmen Neher (Klavier) und Lara Schwanitz (Flöte).
 

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