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» Sport | Dienstag, 02. Februar 2010

Handball, Württembergliga: TSB holt sich in einem Testspiel am heutigen Abend den letzten Schliff für nächstes Punktspiel

Nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen darf sich der TSB Gmünd nach dem deutlichen 33:25-Sieg gegen Verfolger Flein. Zwar zeigten die Blau-​Gelben in der Defensiv eine gute Leistung, offenbarten aber im Angriff noch deutliches Steigerungspotenzial. Es wartet also noch weiterhin viel Arbeit auf Trainer Rolf Kölle und seine Jungs. Von Patrick Tannhäuser

Zweifelsohne der Sieg gegen den TV Flein war ein ganz wichtiger – ging es doch zum einen darum, den Vierten in der Tabelle auf Distanz zu halten und zum anderen eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Auftritt bei der Turnerschaft Göppingen zu zeigen. Beides gelang den Spielern des TSB Gmünd. Doch längst war noch nicht alles Gold, was auf den ersten Blick nach der Begegnung mit Flein glänzte. Passte die Abstimmung dieses Mal in der Abwehr, so wurden doch in der Offensive – vor allen Dingen in den ersten 30 Minuten – viel zu viele klare Möglichkeiten vergeben. So brachte sich der TSB in den letzten knapp anderthalb Minuten der ersten Hälfte fast um die ganze Arbeit. Die Gmünder führten mit 11:6, waren in Ballbesitz und nahmen eine Auszeit – Trainer Rolf Kölle wollte seine Jungs auf die letzten Sekunden einstimmen. Was aber danach passierte dürfte den Coach nicht zufrieden stellen. Zwei unnötige Ballverluste später stand es nur noch 11:8. Schwächephasen, die sich die Gmünder in Spitzenpaarungen und bei Auswärtsspielen nicht leisten sollten. „Wir hätten Flein heute richtig beherrschen können“, analysierte Kölle. Aber nur, wenn die Chancen in Tore umgemünzt und leichte Fehler vermieden worden wären.
„Ein großes Lob“, sprach der Trainer seinen Jungs für die gute Defensivleistung aus. Daran hatte aber auch Kölle sein Verdienst, denn der taktische Kniff, weg von der 6:0-Deckung hin zu einem 5:1-Abwehrverbund machte sich bewährt. Längst kamen die Rückraumschützen des TV Flein nicht mehr so zur Geltung, wie im Hinspiel, als Denis Kübler, Fabian Gerstlauer und Fabian Göppele zusammen 30 Treffer erzielten. Dies lag natürlich auch daran, dass mit Göppele einer aus diesem Trio in Gmünd krankheitsbedingt gar nicht im Kader stand. Dennoch resümierte Kölle: „Es war eine Möglichkeit, die auf Anhieb funktioniert hat.“ Ob diese Variante allerdings öfters zum Einsatz kommt, ist jeweils vom Gegner abhängig. Gegen einen starken Rückraum macht eine Fortsetzung durchaus Sinn. Zwangsläufig bieten sich aber den gegnerischen Außen mehr Freiräume, die Flein auch teilweise nutzen konnte. Sven Bauer und Michael Wörner kamen gemeinsam immerhin zu elf Toren.
Vergolden kann der TSB die zwei Punkte gegen Flein nur durch einen weiteren Erfolg am kommenden Samstag bei der SG Lauter. Während die Gmünder in der Großsporthalle noch ohne Punktverlust sind, stottert der Motor in der Fremde noch erheblich. „Es ist mein eigener Lokalkampf. Es liegt mir viel daran, die Punkte zu holen und sich gut zu präsentieren“, erhöht Kölle, der jahrelang das Donzdorfer Trikot trug, den Druck.
Nicht mit dabei sein in der Lautertalhalle wird Robert Steiner, der sich kurz vor dem Ende des Spiels gegen Flein eine Verletzung am Sprunggelenk zuzog. Zur Vorbereitung auf diese Partie wird der TSB am heutigen Abend noch ein Testspiel in fremden Gefilden gegen Oberkochen-​Königsbronn absolvieren. Der Beginn ist auf 20 Uhr terminiert.
 

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