Maria Kögler zeigt zum Ende der Weihnachtsausstellung im Heimatmuseum in Horlachen, wie man Teddybären von Hand näht
Wer bis jetzt noch keine Gelegenheit hatte, die umfangreiche Kuscheltiersammlung aus der Zeit von 1930 bis 1975 zu besuchen, hat nun noch einmal die Möglichkeit, einen Blick in die Welt der Kuscheltiere zu wagen. Von Peter Bienat
GSCHWEND. Denn am
7. Februar ist zum letzten Mal die Weihnachtsausstellung „Geliebtes Kuscheltier“ im Museum in Gschwend-Horlachen zu sehen. Maria Kögler zeigt erneut, wie sie ihre handgenähten, originellen Teddybären herstellt.
Der
2. Februar, auch „Lichtmess“ bekannt, war früher ein besonderer Tag. Zum einen wechselten an diesem Tag häufig die Dienstboten ihre Stelle, und zum anderen wurde der Tagesablauf durch die eine Stunde länger andauernde Helligkeit etwas verändert. „Lichtmess – bei Tag eß-Spinne vergeß“, lautete das Credo. Das Spinnrad wurde also auf die Seite gestellt und es wurde mit der Vorbereitung auf das Frühjahr begonnen.
Im Webstuhlzimmer des Heimatmuseums wird wieder gesponnen und das letzte Stückchen Kette auf dem Webstuhl wird abgewebt. Ab dem
8. Februar arbeiten die ehrenamtlichen Mitarbeiter wieder auf Hochtouren im Museum: Webmeister Helmut Altmann führt am Webstuhl aus dem Brandhöfle notwendige Reparaturen aus, anschließend bringen er und Sigrid Holzwarth eine neue Leinenkette auf. Das Aufbringen der Kette, auch „Zettel“ genannt, ist eine etwas langwierige Arbeit, bei der man sich leicht „verzetteln“ kann. Gewebt wird dann ein altes Karomuster, wie es vor allem für die „Bettziechen“ verwendet wurde. Da unsere Vorfahren sehr sparen mussten, wurde der farbige Stoff nur für die Oberseite verwendet , für die untere Seite des Bettbezuges nahm man einfaches weißes Leinen , das oft im Winter auf den Höfen selbst gewebt wurde.
Im „Bürgermeisterzimmer“ wird auch eifrig gearbeitet: Über längere Zeit wird hier die Ausstellung „Kindheit auf dem Dorf“ zu sehen sein. Die Vorarbeiten dazu laufen schon seit einiger Zeit.
Das Museum im alten Schulhaus im Gschwender Ortsteil Horlachen ist am Sonntag,
7. Februar, von
14 –
17 Uhr geöffnet. Das Museumscafe’ wird von der Trachtengruppe Gschwend betreut. Wie immer gibt es Kaffee und vorzüglichen selbst gebackenen Kuchen.
Noch keine Kommentare vorhanden.