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» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 02. Februar 2010

Schwäbisch Gmünder Realschulseminar begrüßte gestern 167 neue Referendarinnen und Referendare zum Kurs 27

167 Neuankömmlinge begrüßte gestern das Gmünder Realschulseminar zum 27. Kurs. Die künftigen Referendarinnen und Referendare (sie wurden am Ende der Veranstaltung vereidigt) bekamen allerlei Mut machendes für den neuen Ausbildungsabschnitt auf den Weg. Von Manfred Laduch

SCHWÄBISCH GMÜND. Der Kurs 26 gestaltete die Veranstaltung nicht nur musikalisch, seine Angehörigen zeigten ihren Nachfolgern auch in Spielszenen auf, was sie während des anderthalbjährigen Referendariats alles erwartet. Seminardirektorin Kristina Schmid machte in ihrer Begrüßung auf die bedeutende Geschichte der Lehrerbildung in Gmünd aufmerksam. Das bislang mit Schwerpunkt auf Theorie und Wissenschaft an den PHen Erlernte gelte es nun in die Praxis umzusetzen. „Wir wollen Ihre Kompetenzen stärken und Freude am Lehrersein vermitteln“, rief Schmid den Neuankömmlingen zu. Eben noch seien sie Studenten gewesen, jetzt gelte es, Vorbild zu sein. Denn die Schülerinnen und Schüler lernten weniger vom als vielmehr am Lehrer.
„Ihr wisst und könnt mehr als Ihr denkt“, machten die Seminarsprecher Oliver Däubler und Fabian Mayer ihren Nachfolgern Mut. Anders als im Studium sei im Seminar auch alles vorbereitet. Das Grundrezept heiße Solidarität. Für manche(n) sei das Seminar in Gmünd vielleicht nicht erste Wahl gewesen. Nach einem Jahr könnten sie selbst aber sagen: „Ihr habt Glück gehabt“.
Das hörte auch Erster Bürgermeister Joachim Bläse gern, der in seinem Grußwort die Bedeutung hervorhob, die die Stadt ihren 600 Seminaristen und 3000 Studenten zumesse. Bläse wies auf den erstmals im März geplanten „Studententag“ hin.
„Sie haben es mit jungen Menschen zu tun, die für jede Überraschung gut sind“, erklärte Ulrich Lübke, Leitender Ministerialrat im Kultusministerium. Schülerinnen und Schüler wollten Häuptlinge, sie wollten ihre Lehrer bewundern, nicht bemitleiden. „Zu einem guten Lehrer können Sie sich nur selbst machen“, betonte Lübke, und: „Sie sind nicht der Kumpel Ihrer Schüler.“
Den Mut, auch unkonventionelle Wege zu gehen, wünschte Margit Wohner als Vertreterin des Personalrats den neuen Referendarinnen und Referendaren. Sie forderte sie zum Engagement auf – auch in der Berufsvertretung. In wenigen Jahren werde auch die Realschulen ein Rückgang der Schülerzahlen treffen, mahnte Wohner.
„Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich den Zauber des Anfangs bewahren können“, sagte Schuldekanin Ulrike Engel. Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer könnten Vertrauen in einen tragenden und tiefen Grund haben.
 

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