Verantwortung tragen — Katholische Kirchengemeinden im Kreis bereiten sich auf die Wahlen vor
Die katholischen Kirchengemeinden bereiten sich auf die Kirchengemeinderatswahlen vor. Unter dem Motto „Dabei sein“ bewerben sich rund 1400 Kandidaten für das Ehrenamt
OSTALBKREIS
(pm). In allen Gemeinden gebe es ausreichend Kandidaten, so dass überall gewählt werden könne, versichert Dekan
Dr. Pius Angstenberger.
Wenn am
13. und
14. März nach fünf Jahren wieder zur kirchlichen Wahlurne gerufen wird, dann stehen circa
170000 Katholiken in den
105 Gemeinden der
25 Seelsorgeeinheiten erneut vor der Qual der Wahl, wen sie mit der wichtigen Position eines Kirchengemeinderates betrauen. Wahlberechtigt sind alle Katholiken, die am Wahltag ihren
16. Geburtstag gefeiert haben. „Die Aufgaben unserer Gemeinden sind so vielfältig wie das Leben selbst. Unsere Räte wirken in der Gesellschaft, greifen die Wünsche der Gläubigen auf, koordinieren und organisieren in der Gemeinde“, erläutert
Dr. Angstenberger, der nicht vergisst darauf hinzuweisen, dass der Kirchengemeinderat auch für den Haushalt verantwortlich zeichnet. „Gemeinsam mit dem jeweiligen Pfarrer tragen sie die Verantwortung für das Gemeindeleben und sorgen dafür, dass die Gemeinde ihre Aufgabe als Trägerin der Seelsorge wahrnehmen kann“, ergänzt Dekanatsreferentin Hildegard Seibold.
Bis Mitte März erfüllen noch die derzeit
1039 Räte diese Aufgaben.
2005 konnten allerdings in Geislingen, Mutlangen, Ohmenheim und Zimmerbach mangels Kandidaten nicht alle Gemeinderatssitze besetzt werden. Heuer sei die Situation bedeutend besser, freut sich Dekan
Dr. Angstenberger: „Keine unserer
105 Gemeinden im Kreis habe mitgeteilt, dass Bewerber fehlen.“
Bereits seit dem Juli vergangenen Jahres laufen die Vorbereitungen zur Wahl, die nun auf Hochtouren kommen. Geeignete Kandidaten suchen und Wahlausschüsse bilden waren wesentliche Faktoren. Die hohe Zahl der Kandidaten beweise die Bereitschaft der Gläubigen zur ehrenamtlichen Verantwortung in der Kirche, so der Dekan. Besonders begrüßt er, dass das Dekanat mit einer rund
32prozentigen Wahlbeteiligung
2005 den Durchschnitt vor
25 Prozent in der Diözese deutlich hinter sich gelassen habe. „Kirche der Zukunft gibt es nur, wenn sich möglichst viele Christen an einem vernünftigen Miteinander von haupt– und ehrenamtlicher Arbeit beteiligen“, ist sich Hildegard Seibold sicher. „Nur so kann eine lebendige Gemeinde entstehen.“ Dekan
Dr. Angstenberger erwartet für die neuen Gemeinderäte eine nahezu paritätische Teilung in Frauen und Männer, und was er besonders begrüßt, er rechnet mit mindestens fünf Prozent junger Christen zwischen
18 und
26 Jahren, die künftig als Kirchengemeinderäte Verantwortung übernehmen werden.
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