Am Samstag ist die erste Bewerbung um das Amt des Bürgermeisters eingegangen: Jochen König (36) aus Pommertsweiler
ochen König hat keine Zeit verloren. Seit Samstag früh 0:01 Uhr, also seit Beginn der offiziellen Bewerbungsfrist, hat Eschach den ersten „offiziellen“ Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 13. Juni.
ESCHACH (rz). Jochen König ist
36 Jahre alt und in Aalen geboren. Aufgewachsen in Aalen und dem ländlich geprägten Ebnat. Seit
2002 ist er mit Diana König (geb. Kopp) verheiratet. Die beiden haben zwei Kinder im Alter von
4 und
7 Jahren und wohnen in Abtsgmünd-Pommertsweiler.
Nach der mittleren Reife absolvierte König eine Berufsausbildung zum Industriekaufmann bei der Firma Carl Zeiss AG Oberkochen, die er
1994 vor der
IHK Heidenheim erfolgreich abschloss. Im Anschluss sollte eigentlich nur der Wehrdienst folgen, jedoch hatte er bei der Bundeswehr die einmalige Chance, sich beruflich weiterzubilden und schon in jungen Jahren viel Verantwortung zu übernehmen. So war er bereits mit
28 Jahren Leiter der Buchhaltung eines ganzen fliegenden Verbandes und zugleich mit der Führung von
15 Soldaten und acht zivilen Angestellten betraut.
Im Anschluss an die Zeit bei der Bundeswehr, begann König sein Studium zum gehobenen Verwaltungsdienst Baden-Württemberg. Die ersten beiden Semester absolvierte er als „Fachpraktisches Jahr“ bei der Gemeindeverwaltung Heuchlingen. Hier wurde er schnell in die Verwaltungsarbeit miteinbezogen und mit komplexen Aufgaben betraut. König: „Da ich den Bürgermeister oft begleitet habe und auch auf allen GR-Sitzungen anwesend war, konnte viel über die Entscheidungen und Entscheidungsprozesse eines Bürgermeisters lernen. Die Gemeinde Eschach ist in Sachen Bevölkerung vergleichbar mit der Gemeinde Heuchlingen. Deshalb denke ich, dass ich die gewonnenen Erfahrungen sehr gut umsetzen kann. Ich befinde mich noch in den letzten Zügen meines Verwaltungsstudiums, jedoch habe ich viel über die Arbeit einer kleineren, selbständigen Gemeinde mit einer Verwaltungsgemeinschaft im Rücken gelernt.“
Bürgermeister zu werden, war schon lange sein Ziel. Bereits in der Schulzeit hatte zeigte er starkes Interesse an den Zusammenhängen von Politik und Gesellschaft und es war für ihn wichtig, sich auch aktiv einzubringen. So war er bereits in der Lehre der Auszubildendenvertreter im Betriebsrat und seit Beginn seines Studiums zum Diplom-Verwaltungswirt, ist er Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses und Sprecher von fast
1000 Studierenden der Hochschule in Ludwigsburg.
2007 wurde er als studentischer Sprecher in den Hochschulsenat und in den Vorstand der Verwaltungsbeamten Baden-Württemberg gewählt. Ferner ist König noch Elternvertreter an der Schule seiner Tochter.
König: „Dass ich mich gerne für andere einsetze, ist auch der Grund, warum ich mich als Bürgermeister in Eschach bewerbe. Ich möchte ein Bürgermeister für alle sein und deshalb ist es mir sehr wichtig, als unabhängiger Kandidat anzutreten. Die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern ist für mich verbindlich, und der Bürgermeister soll auch außerhalb den Öffnungszeiten des Rathauses erreichbar sein. Aus diesem Grund, werde ich im Falle einer Wahl, mit der ganzen Familie nach Eschach ziehen. Ich denke die Eschacher Bürgerinnen und Bürger brauchen einen Bürgermeister zum „Anfassen“, dessen Tür immer offen steht.“
Besonders in den kommenden Jahren, die nicht spurlos an den Gemeindefinanzen vorübergehen werden, müsse der Eschacher Bürgermeister auch ein Fachmann auf dem Gebiet des Finanzwesens sein, sagt Jochen König. . Ziel müsse es sein, trotz geplanter Investitionen
z.B. Neubau des Feuerwehrhauses, zukünftig einen soliden Haushalt aufzustellen. Ich möchte ein Macher sein, kein Verhinderer. Hier gelte es Wege zu suchen um anstehende Aufgaben trotz begrenzter Geldmittel der Gemeinde erfolgreich umzusetzen. Aufgrund seines Studiums mit dem Schwerpunkt Gemeindewirtschaft und Finanzen sieht sich König für diese Herausforderung bestens gewappnet.
Auch für alle anderen Tätigkeiten fühlt er sich bestens gerüstet. Er stehe am Puls der Zeit und verfüge, dank dem breit gefächerten Studium, über fundierte Kenntnisse in Verwaltungs– und Rechtsfragen der Kommunalpolitik.
Für Eschach möchte er Bewährtes beibehalten, begonnene Projekte fortführen und die künftigen Herausforderungen motiviert und engagiert ans Ziel bringen. Besonderes Augenmerk verdiene die Vereinsarbeit und das Ehrenamt. Denn nur die Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Vereinen, Kirchen und Schulen seien der Garant einer gut funktionierenden Gemeinschaft. Für die Wünsche und Anregungen seitens der Bürger der Gemeinde will er in den kommenden Wochen die Gespräche suchen.
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