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» Schwäbisch Gmünd | Montag, 22. Februar 2010

Am kommenden Mittwoch: Telefonaktion der Rems-​Zeitung mit dem Netzwerk für Essstörungen im Ostalbkreis

Vor allem Mädchen sind betroffen, und die neigen nun mal mehr dazu, sich selbst als andere zu verletzen; viele leiden unbemerkt. Umfassende Hilfe bei Magersucht und Ess-​Brech-​Sucht verspricht am kommenden Mittwoch eine Telefonaktion.

SCHWÄBISCH GMÜND. Bei etwa einem Fünftel aller 11-​bis 17-​Jährigen in Deutschland besteht der Verdacht auf eine Essstörung. Über das „Netzwerk Essstörungen im Ostalbkreis“ (NEO) sollen Betroffene und Angehörige auf Beratungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht werden und frühzeitig Hilfe erhalten. NEO ist ein Zusammenschluss verschiedener Beratungsstellen, Ärzte, Psychotherapeuten und der AOK.
Alle Fragen rund um das Thema Essstörungen beantworten am Mittwoch, 24. Februar, Dr. med. Ullrich Brickwedde, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und Vorsitzender von NEO, Diplom-​Sozialpädagogin Ruth Rothenberger von der Beratungsstelle der Caritas Schwäbisch Gmünd und die AOK Ernährungsfachkraft Silvia Frank. Ziel von NEO ist eine Bündelung der Kräfte der einzelnen Partner, um ambulante Therapiemöglichkeiten zu verbessern und den Patienten zeitnah und wirkungsvoll zu helfen.
So werden Hilfsangebote wie Prävention, Beratung, Diagnostik, Motivation, Psychotherapie und Nachsorge optimal aufeinander abgestimmt. Die sektorenübergreifende Koordination ermöglicht es, Doppeluntersuchungen und –behandlungen zu vermeiden, sowie Lücken im Versorgungsangebot zu erkennen und zu schließen. Weiterhin soll sich der Zugang zum Netzwerk über Beratungsstellen bzw. Haus– und Fachärzte so einfach wie möglich gestalten, um Betroffenen diesen ersten und entscheidenden Schritt zur Therapie zu erleichtern.
Erfahrungswerte zeigen, dass durch einen früh– und rechtzeitigen Behandlungsbeginn die Krankheitsverläufe viel günstiger sind, und die Erfolgswahrscheinlichkeit der Behandlung steigt.
Im Rahmen der Telefonaktion von NEO, der AOK Ostwürttemberg und der Rems-​Zeitung, gibt es für Betroffene und Angehörige die Möglichkeit, von Dr. med. Brickwedde, Ruth Rothenberger und Silvia Frank Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten von Essstörungen zu erhalten.

Die Experten stehen am Mittwoch zwischen 16.30 und 17.30 Uhr unter der Nummer 0 71 71 600633 und 0 71 71 600649 für individuelle Fragen zur Verfügung. Die Vertraulichkeit für die Teilnehmer der Telefonaktion ist selbstverständlich gewährleistet.
 

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