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» Schwäbisch Gmünd | Montag, 22. Februar 2010

Dank der Christoffel-​Blindenmission (CBM): Schwäbisch Gmünder haben ein Herz für Blinde

Spendenfreudig und hilfsbereit zeigen sich die Einwohner von Schwäbisch Gmünd, wenn es darum geht, blinden Menschen in Entwicklungsländern zu helfen. Wie die Christoffel-​Blindenmission (CBM) mitteilt, erhielt sie im vergangenen Jahr von 441 Gmündern insgesamt 40 806 Euro an Spenden.

SCHWÄBISCH GMÜND /​BENSHEIM (pm). Umgerechnet in Operationen am Grauen Star kann mit dem Geld durchschnittlich 1360 Menschen in Asien, Afrika oder Lateinamerika geholfen werden. Die Hälfte der weltweit 37 Millionen blinden Menschen leidet am Grauen Star. Eine Operation, die durchschnittlich 15 Minuten dauert, macht Betroffene wieder sehend.
So, wie die Kinder von Pastor Titus Oyerinde aus Nigeria: Die beiden Jungen im Alter von sieben und fünf Jahren sind mit ihren Eltern einen Tag gereist, um den Arzt zu sehen. Wie der Vater haben sie Katarakt. Dr. Abu hilft ihnen mit einer Operation, bei der die getrübte Linse durch eine künstliche Linse ersetzt wird. „Ich bete dafür, dass Sie in der Lage sein werden, noch vielen Menschen wie uns zu helfen. Es gibt viele Menschen hier, die eine Sehbehinderung haben und sich eine Behandlung nicht leisten können“, bedankt sich der Vater bei Dr. Abu.
In den CBM-​geförderten Augenkrankenhäusern geschieht es häufig, dass Menschen, die schon mehrere Jahre am Grauen Star erblindet waren, durch eine Operation wieder sehen können. Die Kosten einer Operation betragen in den Projekten der CBM im Durchschnitt nur 30 Euro, bei Kindern wegen der benötigten Vollnarkose rund 125 Euro.
Die Situation in Entwicklungsländern ist dennoch dramatisch. In Deutschland werden Patienten in der Regel vor der Erblindung operiert. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas fehlt es aber an Krankenhäusern und Augenärzten. Statistisch gesehen muss in Afrika ein Augenarzt eine Million Menschen versorgen. Dieses Verhältnis auf Deutschland übertragen würde bedeuten, dass es bundesweit nur 82 Augenärzte gäbe.
Insgesamt fördert die CBM in 105 Ländern rund tausend Projekte. Dort wurden bereits mehr als acht Millionen Operationen am Grauen Star ermöglicht. Außerdem ist die CBM aber auch bei Notfällen aktiv, wie bei dem Erdbeben in Haiti. Sie hilft mit ihren Partnern in Port-​au-​Prince, Menschen mit Behinderungen und Menschen, die in Gefahr stehen, behindert zu werden. Vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (dzi) wird die christliche Entwicklungshilfeorganisation zu den anerkannten und empfohlenen Spendenwerken gezählt. Daher unterstützen die deutschen Lions auch schon seit vielen Jahren die CBM. Mehr Informationen unter www​.cbm​.de
 

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